Wohnungsmieten «nur moderat» angestiegen

Auch Leute mit «normalem» Einkommen finden im Kanton Zug noch eine Mietwohnung. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse der Zuger Regierung. Von einer «Vertreibung aus dem Paradies» könne deshalb keine Rede sein.

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Im Kanton Zug kostet eine Vierzimmerwohnung im Schnitt 2000 Franken netto. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Im Kanton Zug kostet eine Vierzimmerwohnung im Schnitt 2000 Franken netto. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Nicht nur in der Stadt Zürich klagen Durchschnitts-Verdiener darüber, dass sie keine bezahlbare Wohnung mehr finden - auch im Kanton Zug mehren sich die Stimmen, dass es für Leute mit mittleren und tiefen Einkommen keinen Wohnraum mehr gibt. Analog zur «Seefeldisierung» in Zürich wird dieses Phänomen hier «Zugerisierung» genannt.

Alles nur halb so schlimm, findet jedoch die Zuger Regierung: Im Kantonsdurchschnitt kostet eine 4-Zimmer-Wohnung 2000 Franken netto. In der Stadt Zug sind es 2279 Franken, in umliegenden Gemeinden zwischen 1750 und 2150 Franken. Die Preise in der Stadt Zug sind damit aber deutlich höher als etwa jene in der Stadt Luzern (1550 Franken) und auch höher als in der Stadt Zürich, wo eine 4- Zimmer-Wohnung 2200 Franken kostet.

Für diese Zahlen wurden die Preise von 761 Zuger 4-Zimmer- Wohnungen ausgewertet, die im 3. Quartal auf den bekanntesten Immobilienportalen und in den Zeitungen ausgeschrieben waren.

Regelrecht explodiert sind hingegen die Preise für Wohneigentum: In den letzten 15 Jahren sind die Wohnungspreise um ganze 60 Prozent angestiegen. In Walchwil beispielsweise, einer Gemeinde direkt am Zugersee, kostet eine 4-Zimmer-Wohnung im Schnitt 1,2 Millionen Franken.

sda/rem

Beitrag vom Schweizer Fernsehen: «Die Vertreibung aus dem Paradies»