WWZ: Nur wenige Zuger kaufen Lorzenstrom

Erneuerbare Energie aus Zuger Produktion: Es gibt sie – doch sie wird von Privaten kaum gekauft. Der Kanton scheint jetzt bereit, mit gutem Beispiel voranzugehen.

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WWZ-Chef Hajo Leutenegger. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

WWZ-Chef Hajo Leutenegger. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Eigentlich sind die Wasserwerke Zug ein Handelsunternehmen, das elektrischen Strom erwirbt und weiterverkauft. Doch ganz am Rand produzieren die WWZ auch selbst Energie, unter anderem den so genannten Lorzenstrom. Die historischen Kleinkraftwerke entlang des Flusslaufs wurden und werden aufwändig erneuert und decken heute ungefähr 4,5 Prozent des Zuger Strombedarfs. So unbedeutend die Menge des lokal gewonnenen Stroms auch ist – noch bescheidener ist die Nachfrage: «Zurzeit wird nur etwa ein Drittel der gesamten lokalen Produktion der WWZ als zertifizierter Lorzenstrom verkauft», präzisiert WWZ-Chef Hajo Leutenegger.

Aufpreis: 2 Rappen
Viele Konsumenten, die ob des hohen Kernenergie-Anteils in ein Lamento verfallen, können sich also selber an der Nase nehmen: Sie sind nicht bereit, auf den leicht teureren Strom aus erneuerbarer Energie umzusteigen. Etwas mehr kostet der Lorzenstrom freilich schon: 2 Rappen pro Kilowattstunde – Geld, das zu einem guten Teil in einen Fonds zur weiteren Förderung von lokaler, erneuerbarer Energie fliesst.

Wenigstens bei der öffentlichen Hand ist die Nachfrage nach grünem Strom etwas grösser. Leutenegger: «Knapp 20 Prozent des verkauften Lorzenstroms wird derzeit vom Kanton und den Zuger Gemeinden bezogen.» Besonders die Stadt Zug legt sich dabei ins Zeug. Sie hat vor kurzem den Anteil an Lorzenstrom verdoppelt und deckt nun einen Fünftel ihres Bedarfs mit lokaler erneuerbarer Energie. Die kantonale Verwaltung liegt in der Rangliste der Lorzenstrom-Bezüger auf dem zweiten Platz: Von den 4,9 Millionen Kilowattstunden stammen 685'000 aus einheimischer Produktion – das sind 14 Prozent.

Christian Peter Meier

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.