X GEGEN Y: Kolumne: Kann man diesem Wetter trauen?

Das Quecksilber klettert diese Tage auf sommerliche Temperaturen. Während die einen schon die kurzen Hosen aus dem Schrank nehmen, lassen andere Vorsicht walten.

Andreas Faessler
Drucken
Teilen
Die Redaktoren Andreas Faessler und Rahel Hug duellieren sich in der Kolumne «X gegen Y» zum Thema Wetter.

Die Redaktoren Andreas Faessler und Rahel Hug duellieren sich in der Kolumne «X gegen Y» zum Thema Wetter.

Unsere Redaktoren Andreas Faessler und Rahel Hug duellieren sich in dieser Kolumne zum aktuellen Wetter.
 

Andreas Faessler

andreas.faessler@zugerzeitung.ch

Ich entscheide selber für mich, wann Frühling ist, dazu brauche ich selten die Kachelmänner. Meine Heizung ist bereits auf null gedreht, der Raumventilator ist aus dem Keller geholt und steht einsatzbereit im Wohnzimmer. Den brauche ich nämlich angesichts der Tatsache, dass meine Hauptfesterfront nach Südwesten ausgerichtet ist, ziemlich rege. Sollte es wider Erwarten trotzdem noch einmal drastisch abkühlen, so hilft mir zur Not ein kleiner Heizstrahler für einen Kurzeinsatz. Und dass an meinem Auto zum jetzigen Zeitpunkt noch immer die Winterreifen montiert sind, hat einzig mit Zeitmangel oder meinetwegen auch mit Faulheit zu tun.

Ich bin eh der Typ Mensch, dem schneller zu warm ist als zu kalt. Während viele um mich herum noch mit Jacken und gar Schal herumlaufen, kann ich schon mal mit kurzer Hose aufmarschieren. Und wenn das launenhafte Frühjahrswetter mal wieder nicht zu wissen droht, was es will, greife ich lieber zu einem leichteren «Lismer», als dass ich mir dann in der Winterjacke einen abschwitze und mich genau aus diesem Grund erkälte,wenn ich mich der äusseren Kleiderschicht entledige. Die Frühjahrszeit ist da nämlich besonders heimtückisch, und wer hat bei den lang ersehnten ersten milden Sonnentagen schon Lust auf einen nervigen Schnupfen?

 

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Es ist nicht Eitelkeit, sondern diese Übergangszeit zwischen Frühling und Sommer, die mich frühmorgens jeweils ratlos vor dem Kleiderschrank stehen lässt. Was ziehe ich an, wenn der April seine schlechten Launen unerwartet zeigt, obwohl mir beim Öffnen der Fensterläden die Sonne ins Gesicht strahlt? Eine Frage, die mir regelmässig Kopfzerbrechen bereitet. Zwar ist der April inzwischen vorbei, doch auch dem (aktuell schönen) Mai­wetter traue ich nicht wirklich.

Ich lasse deshalb Vorsicht walten und kleide mich nach der Devise «Besser zu viel als zu wenig». Die Sandalen nehme ich erst aus dem Schuhgestell, wenn die Temperaturen über längere Zeit bei 25 Grad liegen und die Prognosen keinen Tropfen Regen erwarten lassen. Mit dieser Strategie bin ich auch schon auf die Nase gefallen. Im Büro habe ich im langärmligen Pullover geschwitzt, auf einem Spaziergang den Mantel oder den Schirm unnötig herum­getragen, ohne ihn zu brauchen.

Doch das alles ist mir lieber, als bei einem plötzlichen Winter­einbruch frieren zu müssen und mir mitten im Frühling eine Erkältung einzufangen. Und um unangenehme Hitzewallungen zu vermeiden, hilft am Ende immer noch das gute, alte Zwiebelprinzip, das sich schon früher im Pfadilager bewährt hat.

Gäste geniessen das schöne Wetter in der Badi in Unterägeri. (Bild: Maria Schmid)

Gäste geniessen das schöne Wetter in der Badi in Unterägeri. (Bild: Maria Schmid)