Yannick Brunner, EVZ Academy: «Wir können nicht zufrieden sein»

Die EVZ Academy ist mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet. Verteidiger Yannick Brunner kennt die Gründe.

Michael Wyss
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Die National League ist sein Ziel: der Zuger Yannick Brunner (links) gegen den Tessiner Loic Vedova. Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 19. 9. 2019)

Die National League ist sein Ziel: der Zuger Yannick Brunner (links) gegen den Tessiner Loic Vedova. Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 19. 9. 2019)

Dass es kein einfaches Unterfangen werden wird, war schon vor der neuen Swiss-League-Saison klar und hat sich nun ­bestätigt. Eine grosse Herausforderung für die Equipe des Trainerduos Roger Hansson und Corsin Camichel wird die Spielzeit 2019/20. Die Mannschaft, die insgeheim mit einem Playoff-Platz (Top 8) liebäugelt und mit dem Abstiegskampf nichts am Hut haben will, musste zum Auftakt in die neue Saison zwei Niederlagen kassieren. Im Spiel gegen Ajoie setzte es eine 3:8-Niederlage in der Fremde ab, gegen die Ticino Rockets, einem Mitstreiter im Kampf um die besten acht Mannschaften, gab es einen weiteren Nuller (0:2), diesmal vor heimischer Kulisse.

Es war nicht der erhoffte Start, wie der neue Verteidiger Yannick Brunner bestätigt: «Wir kassierten gegen Ajoie trotz einer 2:0- und 3:2-Führung eine Kanterniederlage. Defensiv war das keine gute Leistung. Auch gegen die Ticino Rockets wollten wir den Sieg. Zufrieden können wir definitiv nicht sein mit dem Auftakt», zeigte sich der 19-jährige Zürcher selbstkritisch. «Wir werden das nun so schnell wie möglich korrigieren müssen, wir müssen mit dem Punkten beginnen.»

Der Glaube an die Playoffs

Yannick Brunner, der junge Embracher, der im letzten Frühling vom Swiss League Team EHC Kloten zur EVZ Academy wechselte und einen Einjahresvertrag bekam, glaubt aber an die ­Playoffs: «Dafür arbeiten wir schliesslich tagtäglich, damit wir am Ende der Qualifikation mit den besten acht Teams mitspielen können. Die schönste Zeit will man als Eishockeyaner miterleben. Und machbar sind die Top 8», ist der Profi, der in Cham in einer Spieler-WG lebt, überzeugt. «Wir müssen unser System spielen und den Positionen treu bleiben. Wenn wir ­ 60 Minuten unser Spiel machen, wie wir das zu Beginn gegen Ajoie gezeigt haben, sind wir ­sicher konkurrenzfähig.»

Brunner, der früher ein grosser Fan des Schweizer Verteidigers Roman Josi (aktuell in der NHL bei den Nashville Predators) war und die NHL-Mannschaft Boston Bruins gerne ­spielen sieht, bezeichnet sich als Teamplayer. «Ich bin eher der ruhige Typ und sicher kein Polteri. Ich bin aber sehr ehrgeizig und will immer gewinnen.» Sein Traum, eines Tages Profi in der National League zu werden, verfolgt er akribisch. «Mit guten Leistungen in der Academy kann ich auf mich aufmerksam machen. Ich nehme Schritt für Schritt.»

Vor zwei happigen Auswärtsspielen

Nach den beiden Auftaktniederlagen ist die EVZ Academy wieder gefordert. «Ein Erfolgserlebnis muss her. So schnell wie möglich, das würde uns beflügeln und wäre wichtig für das Selbstvertrauen», glaubt Brunner. Heute Dienstag (19.45, Eisstadion Kleinholz) wartet Olten, am Samstag (20.15, Zielbau Arena) müssen die Zuger in Winterthur gastieren. Zwei happige Gegner warten. Brunner: «Wir können in dieser Liga gegen jeden Gegner punkten, wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen. Auch gegen Olten und Winterthur ist etwas möglich. Wir können in dieser Liga bestehen, wir haben die Qualität dazu. Vieles ist auch Kopfsache.»