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YOUNG DANCE FESTIVAL ZUG: Junges Tanzen – Fantasie, Magie!

Zum dritten Mal wird in diesen Tagen das internationale Young Dance Festival durchgeführt, organisiert vom Kindertanzforum Zug. Die Eröffnung am Mittwochabend verhiess Hochkarätiges.
Misato Inoue verströmt in ihrer Aufmachung pure Magie. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 27. September 2017))

Misato Inoue verströmt in ihrer Aufmachung pure Magie. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 27. September 2017))

Auf die Frage, warum die drei Mädchen am Mittwoch ins Theater Casino Zug gekommen seien, antwortet die neunjährige Marla Sidler: «Weil ich selber tanze. Es geht um modernen Tanz – für Kinder!» Und Fanni Puhakka (8) sagt: «Weil meine Mutter dabei ist! Ich tanze Ballett!» Und die gleichaltrige Aicha Schüller erzählt, während sie wie eine Tänzerin in der Theater-Garderobe herumhüpft: «Wir drei haben uns hier gerade kennen gelernt.»

Sie berichten von der Performance «Marmelade» der schwedischen Choreografin Claire Parsons, die sie am Morgen gesehen haben, von den weissen Clowns, die mit roten Bällen jonglierten, aber auch tanzten, und dass es sehr lustig gewesen sei. Vierhundert Kinder, ganze Schulklassen seien erschienen, und «Marmelade» musste drei Mal aufgeführt werden!

Tanz, eine universelle Sprache

Das Young Dance Festival gibt es seit 2015. Ins Leben gerufen wurde es von der in Zug ansässigen Finnin Anu-Maaria Calamnius-Puhakka: «In Zug leben so viele verschiedene Nationen! Tanz ist eine universelle Sprache, die – ohne Worte – von allen verstanden wird. Unser Anliegen ist es, mit dem Festival eine Brücke zu schlagen zwischen verschiedenen Kulturen und unterschiedlichen Kunstformen mit Fokus auf Tanz und Performance.» Das Zielpublikum sind in erster Linie Kinder und Jugendliche, ihnen soll die Welt des Tanzes vermittelt werden – heutige Tanzformen, die Grenzen sprengen und sich mit anderen Künsten paaren. Deshalb auch hat das diesjährige Festival Kooperationspartner wie das Theater Casino, das Kunsthaus Zug, die Bibliothek Zug, das K’werk Zug, den Kinderzirkus Grissini, das Tropenhaus Wolhusen und Let’s Talk. Jung und Alt können sich während der fünf Festivaltage an insgesamt zehn professionellen Tanzproduktionen aus Finnland, Schweden, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz erfreuen – von Bühnen-Grossproduktionen bis zu kleinen Tanzeinlagen und Mitmachprojekten unter freiem Himmel. Speziell für Jungs gibt es die Wiederbelebung der Story vom «Rattenfänger von Hameln» – mit Drohnen und Street-Dance-Battles.

Zauberhafte Puccini-Inszenierung

Das Festival wurde am Mittwochabend im Foyer des Theater Casinos eröffnet. Nach Reden und Danksagung wurde den zirka 80 vorwiegend erwachsenen Zuschauern ein zauberhafter Augenschmaus geboten: Die Japanerin Misato Inoue und der Schweizer Félix Duméril tanzten ihre eigene Version der Puccini-Oper «Madama Butterfly». Mit einem steifen Soldatenmantel, einem Kimono und klassischen Pas-de-deux-Einlagen liessen sie die tragische Liebesgeschichte zwischen der Geisha und ihrem amerikanischen Matrosen erahnen, wurden aber plötzlich zu jungen kulturzertrümmernden Revoluzzern, um dann mit einem Paar zierlicher roter Chopsticks einen neuen Traum des Werbens und Verführens zu verkörpern: Magie pur! Die Zuschauer waren gebannt.

Dorotea Bitterli

redaktion@zugerzeitung.ch


Hinweis

Weitere Aufführungen des Young Dance Festival noch bis Sonntag, 1. Oktober, ganztags. Infos und das gesamte Programm unter www.youngdance.ch

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