Zahl der Schwerverletzten fast verdoppelt

2011 ereigneten sich im Kanton Zug 952 Verkehrsunfälle, das sind 108 mehr als im Vorjahr. Dabei wurden 360 Personen verletzt. Die Zahl der Schwerverletzten hat sich fast verdoppelt.

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Auf Zuger Strassen hat 2011 die Zahl der Verkehrsunfälle zugenommen. . (Bild: Zuger Polizei)

Auf Zuger Strassen hat 2011 die Zahl der Verkehrsunfälle zugenommen. . (Bild: Zuger Polizei)

Bei den 952 Verkehrsunfällen, die sich im vergangenen Jahr auf den Zuger Strassen ereignet haben, starben vier Menschen. Einer lenkte ein Motorrad, ein anderer ein Auto. Bei zwei weiteren Unfällen kamen die Beifahrer ums Leben. Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten Verkehrsstatistik 2011 der Zuger Polizei hervor.

Fusgänger und Velofahrer am meisten verletzt

Insgesamt wurden 2011 im Kanton Zug bei Verkehrsunfällen 106 Personen schwer verletzt. Das ist nahezu eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr (57). Von 349 auf 250 deutlich zurückgegangen ist hingegen die Zahl der Leichtverletzten. Am meisten Verletzte gab es 2011 unter den Fussgängern und Zweiradfahrern (35 bzw. 138).

Erhöhte Gefahrl bei kurzen Fahrstrecken

60 Prozent der registrierten Unfälle ereigneten sich innerorts. Bei rund einem Drittel der dort registrierten 618 Unfälle wurden Personen verletzt. Laut Mitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden belegen diese Zahlen, dass gerade die kurzen Fahrstrecken im Innerortsbereich, in meist vertrauter Umgebung, ein erhöhtes Gefahrenpotenzial aufweisen. Hier ist auch die Verkehrsdichte am höchsten.

Passierte ein Verkehrsunfall aufgrund überhöhter oder den Strassenverhältnissen nicht angepasster Geschwindigkeit, handelte es sich in 118 von 161 Fällen um einen Selbstunfall. 46 endeten mit Personenschaden, 72 mit Sachschaden. Bei den 239 Unfällen wegen fehlender Aufmerksamkeit halten sich Selbst- und Auffahrunfälle, je 63, die Waage.

pd/zim

HINWEIS
Den ausführliche Verkehrsstatistik der Zuger Polizei lesen Sie hier.

Aktion «Fit für die Strasse?»

2012 führt die Zuger Polizei auch wieder die Aktion «Fit für die Strasse?» durch. Schwergewichtig kontrolliert sie Fahrzeuglenkende auf ihre Fahrfähigkeit, das heisst ob sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen. Wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden weiter mitteilten, beteiligt sich die Zuger Polizei auch im Jahr 2012 an der schweizweiten Aktion «Schulanfang» und setzt damit einen Schwerpunkt für sichere Schulwege. In den Wochen nach dem Schulanfang führt sie entlang der Schulwege Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen durch.

pd/zim