Leserbrief

Zahlen, die unter der Bevölkerung Angst verbreiten

Zu den Leserbriefen «Zahlen richtig interpretieren», «Es geht munter weiter mit der Angstmacherei» und «Tragt bitte eine Maske!»

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Es werden Zahlen durch die Medien geschleudert, die unter der Bevölkerung Angst und Panik verbreiten (sollen?). Warum ist es denn nicht möglich, auf die offiziellen Statistiken zuzugreifen und beispielsweise einen Zusammenhang zwischen Anzahl der Tests und Anzahl der (falsch?) positiven Ergebnisse herzustellen? Jeder, der dann das kleine Einmaleins beherrscht, kann sich dann selbst die prozentualen Veränderungen zwischen Tests und Testergebnissen leicht selbst errechnen und sich ein wahrheitsgetreueres Bild machen.

Zu beachten sei an dieser Stelle auch, dass Herr Spahn vor Wochen im Fernsehen sagte: «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu viele Tests machen, denn mit der Erhöhung der Testanzahl erhöht sich logischerweise aufgrund der Fehlerquellen auch die Anzahl der positiv Getesteten – dann haben wir plötzlich mehr falsch Positive als echt Positive.» Herr Spahn hat das ja sehr detailliert berichtet – der Fernsehauftritt ist auf der Videoplattform Youtube zu finden.

Warum ist es einem Journalisten und/oder Redaktor nicht möglich, vom BAG gemeldete Zahlen einfach einmal kritisch zu hinterfragen? Das Gleiche gilt in Deutschland für die «wilden» Zahlen des RKI. Wobei natürlich – wie auch die Leserbriefschreiber Nell-Ammon und Styger fordern – es wichtig wäre, zu erfahren, wie viel der positiv Getesteten denn tatsächlich auch erkranken. Ich unterstelle doch, dass jeder Journalist/Redaktor vom Bildungsabschluss her doch in der Lage sein sollte, aussagefähige Daten zu recherchieren und abzubilden. Diese ganze «Zahlen-Mauschelei» führt jetzt zu den drastisch eingeschränkten Grundrechten der Bevölkerung und lässt sie jetzt mit sinn- und zwecklosen Masken durch die Gegend laufen. Bei nüchterner und korrekter Abbildung der aktuellen Situation käme Leserbriefschreiberin Ritter gar nicht in die Lage, solche Diskussionen führen zu müssen. Schulkinder werden im wahrsten Sinne des Wortes durch den Maskenzwang «vergewaltigt» – und das alles nur, weil man den Panikbotschaften wie eine Schafherde folgt beziehungsweise folgen muss (Leserbrief von Frau Ritter). Zu den Masken ist ja auch noch zu sagen, dass erwiesenermassen diese wegen ihrer Porengrösse das Virus überhaupt nicht aufhalten könnten – sofern es gerade in der Gegend wäre. Dies steht übrigens auch auf den Begleitzetteln der Hersteller.

Da ja alle Medien mehr oder weniger eine gleiche einseitige Berichterstattung pflegen, bleibt für mich persönlich eigentlich nur die Vermutung, dass Journalisten/Redaktoren ihre eigene Meinung und ihr Gewissen beim Eintritt in die Redaktion unten abgeben – im Rahmen des Homeoffice, bleiben diese zwei Merkmale natürlich in der Redaktion.

Ich frage mich nur, ob die Herrschaften die gleiche Meinung dann auch im privaten Familien- und Freundeskreis vertreten.

Lothar J. Wolf, Oberwil