Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Leserbrief

Zaudern und Kaffeesatzlesen

«Knappes Ja zum Waffenrecht», Ausgabe vom 6. April

Bis jetzt war ich der Meinung, dass das Schweizer Volk nicht in die EU will und stolz ist auf seine Eigenständigkeit und Traditionen. Wenn ich Zeitungen lese und Nachrichten höre, stelle ich leider ein langsames aber stetiges Abbröckeln dieses Stolzes fest. Zaudern und Kaffeesatzlesen wird vor allem bei gewissen, von uns gewählten Politikerinnen und Politikern Bestandteil ihres Denkens, Handelns und Sprechens.

Nehmen wir die Abstimmung über das Waffenrecht. Da wird im Brustton der Überzeugung verkündet, dass auch bei Annahme unsere Schützentradition erhalten bleibe, dass ausgezeichnet mit der EU verhandelt worden sei und dass sich für Waffenbesitzer und -sammler überhaupt nichts ändere. Warum muss es den angepasst werden? Weil die EU das so will und weil die Schweiz bei einem Nein angeblich aus dem Schengen-Abkommen fallen könnte. So genau weiss das niemand, aber es könnte ja zutreffen.

Und wenn dann in einigen Jahren das Gesetz von der EU nochmals verschärft wird? Ja, dann könne man wieder verhandeln und eine Volksabstimmung erzwingen. Gerne erinnere ich mich an das Sprichwort: «Wenn du den kleinen Finger gibst, nehmen sie mit der Zeit die ganze Hand». Die Presse überschüttet uns fast jeden Tag mit möglichen negativen Auswirkungen, wenn wir das Rahmenabkommen nicht annehmen. «Steter Tropfen höhlt den Stein». Auch in diesem Zusammenhang wird gezaudert und abgewogen, was passieren könnte, wenn ...

Im bündnerischen Ems führt eine mutige Frau, Magdalena Martullo-Blocher einen grossen Betrieb sehr erfolgreich. Da sie mit vielen Ländern geschäftet, warnt sie vor der Annahme des Rahmenvertrages und dessen negativen Folgen für unser Land. Durch ihre Praxis weiss sie mehr als viele Politikerinnen und Politiker. Warum glaubt man ihr nicht? Etwa weil sie in der falschen Partei ist oder weil ihr Vater nicht allen genehm ist? Das wäre fatal.

Wir leben in einem der besten Länder dieser Welt, haben verglichen mit den Nachbarstaaten Wohlstand, eine niedrige Arbeitslosigkeit, ein viel bewundertes Sozialwerk und viele andere Vorteile. Warum versuchen denn viele häppchenweise sich in eine Familie einzuschleichen, zu der die Mehrheit gar nicht gehören will? Zahlen wir das grosse Geld mit Auflagen und Forderungen nach Brüssel als Zeichen unseres Goodwills, aber bleiben wir uns selber, freie Schweizerinnen und Schweizer, die wissen was sie können und wollen.

Tony Spillmann, Zug

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.