Zeichen der Liebe sind heute gefragt

Blumen bleiben Favorit als Geschenk – für eine Beziehungsexpertin zählt auch anderes.

Ernst Meier
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In der Blumenlaube beim Zuger Bahnhof laufen die Vorbereitungen für den Valentinstag: Tanja Burch bereitet ein Blumengesteck vor. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

In der Blumenlaube beim Zuger Bahnhof laufen die Vorbereitungen für den Valentinstag: Tanja Burch bereitet ein Blumengesteck vor. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Legende nach haben wir den heutigen Tag der Liebe dem heiligen Valentin zu verdanken. Der Priester und Bischof in der italienischen Stadt Terni lebte im 3. Jahrhundert, als das Christentum noch keine anerkannte Religion war. Weil Valentin verbotenerweise Trauungen vornahm, wurde er 269 festgenommen und enthauptet. Angeblich soll diese Hinrichtung am 14. Februar – andere sprechen vom 15. Februar als Todestag – passiert sein. Wie auch immer: Die westliche Welt feiert heute mit dem Valentinstag den Tag der Liebe. Hochbetrieb für Blumenhändler und Floristen, denn: «Wie kann man Liebe herzlicher ausdrücken, als mit einer schönen Blume als Geschenk», fragt Albin Wismer? Der Inhaber von zwei Blumengeschäften in Zug und Baar ist mit seinen Mitarbeiterinnen in diesen Tagen gefordert. «Es läuft schon viel rund um den Valentinstag», gibt er zu. Bis zu fünf Mal mehr Kunden und Bestellungen könne es geben. Valentinskäufe seien sehr kurzfristig. Vielen Männern würde erst heute einfallen, dass sie noch Blumen besorgen wollen. Klassisch sei, dass jemand im Büro sehe, dass seine Mitarbeiterin einen Blumenstrauss erhalte, dann erst merke dieser, dass Valentinstag sei. «So kommen sie nach Feierabend noch bei uns vorbei», lacht Wismer.

Beliebte rote Rosen

In seinen beiden Geschäften stehen heute alle 11 Floristinnen im Einsatz; schneiden, binden und schmücken unzählige Blumenkombinationen. Am meisten brauche es rote Rosen, weiss Olivia Schicker. «Viele Bestellungen kommen online.» Ob sie selber heute auch Blumen geschenkt bekommt? «Das weiss ich noch nicht», sagt sie lächelnd und gibt zu: «Ich freue mich sehr, wenn es Blumen gibt. Letztes Jahr war es so.»

Vielleicht freut sich Olivia Schicker heute aber über einen anderen Liebesbeweis. Mit der zunehmenden Bedeutung des Valentinstages haben auch Confiseure das Geschäft entdeckt. «Wir sind es uns gewohnt, dass wir für Festtage spezielle Angebote kreieren – auch für den 14. Februar», sagt Peter Speck, Inhaber der Confiserie Speck. So habe man für heute verschiedene «süsse Verführungen in Herzform» im Angebot. «Auch eine Marzipanrose als Valentinsgeschenk verkaufen wir.» Für Confiseure sei der Tag der Liebe aber weniger lukrativ als für Blumengeschäfte; Speck rechnet mit höchstens 10 Prozent mehr Umsatz. Noch weniger interessant ist der 14. Februar für Bijouterien. «Wir merken praktisch nichts davon», heisst es auf Anfrage. Die Uhrenmarke Swatch habe zwar eine spezielle Valentinstag-Uhr herausgegeben. Diese ist in Zug jedoch gar nicht mehr erhältlich.

Geschenk von Herzen

Blumen bleiben also der Renner – und es soll auch Glück bringen, damit Liebende zu überraschen. Der Legende nach hat Valentin den frisch Vermählten jeweils Blumen aus seinem Garten geschenkt. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, haben der Überlieferung nach unter einem guten Stern gestanden. Blumen am Valentinstag – das findet auch Ursula Carissimi, die eine Partnervermittlung in Zug führt, eine gute Idee. «Es darf aber nicht einfach geschehen, weil man sich verpflichtet fühlt», sagt sie. Es müsse ehrlich sein und von Herzen kommen. «Die Liebe darf und muss man sich immer wieder bezeugen – auch mit Geschenken und nicht nur am Valentinstag.»

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