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Zeichen für Einbrecher oder Weihnachtsgeschenk?

Mitglieder der Facebook-Gruppe «Zuger Helfen Zugern» rätseln über seltsame Münzfunde und ob diese möglicherweise zu einer neuen Einbrechermasche gehören könnten.
Daniel Hügli
Der Fünfer im Schuh vor der Haustüre könnte ein Zeichen für Einbrecher sein. (Bild: PD)

Der Fünfer im Schuh vor der Haustüre könnte ein Zeichen für Einbrecher sein. (Bild: PD)

Auf der Facebook-Gruppe «Zuger Helfen Zugern» suchten mehrere Leute im Verlauf der Weihnachtszeit nach Rat. Sie hatten den Verdacht, auf eine neue Einbrechermasche gestossen zu sein.

In den Kommentaren der Facebook-Gruppe von «Zuger Helfen Zugern» wird über eine neue Einbrechermasche spekuliert. Eine Nutzerin erzählt in der Gruppe, wie sie innerhalb von drei Tagen, zweimal eine Münze im Briefkasten fand. «Ist euch das auch passiert?», fragt sie in der Gruppe, «Ist das ein Trick oder nutzten dies Einbrecher als Zeichen oder so? Finde es komisch. Danke für Infos.»

Auf den Rat eines Nutzers meldet sie sich bei der Polizei. Zudem informiert sie ihre Nachbarn und klebt einen Zettel an ihren Briefkasten mit der Botschaft: «1000er-Noten könnte ich besser gebrauchen als Münzen – Polizei ist informiert.» Über den Hintergrund der Münzfunde sind sich die Nutzer jedoch nicht einig. So lautet eine Antwort «Haben Sie schon mal einen Einbrecher gesehen, der freiwillig Geld in die Briefkästen legt? Sicher nicht, die Räuber haben andere Zeichen unter sich.»

Ein weiteres Mitglied sucht Informationen bei der Gruppe. Er fand eine Münze in seinem Schuh vor der Eingangstür. «Weiss jemand, ob in Holzhäusern in letzter Zeit Einbrecher rumschleichen, komische Leute gesichtet wurden oder Einbrüche gemeldet wurden?»

Keine Verbindung erkennbar

Ob es sich bei besagten Funden wirklich um eine neue Masche von Einbrechern handelt, steht für die Zuger Polizei nicht mit Sicherheit fest. Eine Verbindung zwischen den Geldfunden und Einbrüchen ist bisher nicht erkennbar. Es könnte sich daher durchaus um gut gemeinte Festtagsgesten handeln, sagt Polizeimediensprecherin Judith Aklin auf Anfrage. «Es ist aber auch denkbar, dass vor der Haustüre verstreute oder in Schuhen oder anderen Gegenständen deponierte Münzen, mutmasslichen Einbrechern signalisieren, dass die Bewohner abwesend sind. Insbesondere, wenn die Münzen Tage später noch da sind».

Münzen entfernen

Judith Aklin rät deshalb, solche Funde unbedingt der Polizei zu melden und die Münzen zu entfernen. «Die Polizei kann sich dadurch ein genaueres Bild darüber verschaffen, wo und wie solche Münzfunde vorkommen und ob diese mit Einbruchsorten korrelieren.» Bei Bedarf könnte dann die Präsenz erhöht werden. «Zurzeit gibt es aufgrund fehlender Meldungen zu wenige Informationen um Schlüsse zu ziehen».

Die Verbindung der Geldfunde und Einbrüchen ist also nicht erwiesen, trotzdem ist es besser behutsam zu sein und präventiv zu handeln. Gerade in der Winterzeit treten aufgrund der frühen Dämmerung vermehrt Einbrüche auf, warnt die Zuger Polizei in einer Mitteilung vom 28. November.

Um Einbrüchen vorzubeugen, empfiehlt sie daher: Haus-, Wohnungs-, Balkon- und Terrassentüren immer abzuschliessen, das Licht anzulassen oder Zeitschaltuhren zu installieren und keine Hinweise auf Abwesenheit zu geben.

Polizei kontaktieren

Beim Beobachten von verdächtigem Verhalten rät die Polizei nicht zu zögern, sie unter der Nummer 117 zu kontaktieren. Zum Beispiel wenn unbekannte Personen sich in verdächtigerweise im eigenen Haus oder Quartier befinden; oder wenn Fahrzeuge auffällig langsam durch die Quartiere fahren oder parkiert sind; oder wenn Geräusche wie das Klirren von Glas oder das Splittern von Holz vernommen werden.

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