Zimmerberg: «So kommt es zu keiner Lösung»

Der Zimmerberg-Basistunnel bewegt die Gemüter. Der Zuger Ständerat Peter Bieri dämpft aber allzu grosse Erwartungen.

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Ein Zug fährt durch den einspurigen Albistunnel bei Baar. Der mehrspurige Zimmerberg-Tunnel soll ihn ersetzen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ) (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Ein Zug fährt durch den einspurigen Albistunnel bei Baar. Der mehrspurige Zimmerberg-Tunnel soll ihn ersetzen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ) (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die vorberatende Verkehrskommission des Ständerates steht vor einer schwierigen Entscheidung: Sie muss dem Ständerat vorschlagen, in welchen Regionen die Eisenbahninfrastruktur bis 2025 ausgebaut werden soll. Aus diesem Grunde haben sich in den letzten Wochen insgesamt 15 Kantone aus der Ost- und der Zentralschweiz, Zürich und Aargau in einer «Städte-Allianz» zusammengeschlossen, um dem gemeinsamen Anliegen zum Durchbruch zu verhelfen. Sie fordert die Erhöhung des Kredites von 3,5 Milliarden auf 6 Milliarden Franken. Ein hoffnungsloses Unterfangen, wie der Zuger alternative Kantonsrat Martin Stuber sagt.

Kantone sprachen vor

Dieser Einschätzung widerspricht der Zuger Ständerat Peter Bieri nicht a priori. Der Ausbau der Linien in der Westschweiz und des Bahnhofs Lausanne sind für ihn kaum bestritten, zumal auch die restliche Schweiz davon profitiere. «Der Vorwurf der Deutschschweiz, das Geld ginge mehrheitlich in die Westschweiz, ist nicht korrekt. Wenn wir einfach alle hingehen und unser regionales Projekt durchdrücken wollen, kann sich das Parlament nicht einigen, es kommt zu keiner Lösung», prophezeit Bieri.

Am letzten Freitag haben nun neun Regierungsräte aus den verschiedenen Regionen bei der Kommission vorgesprochen und für ihre Anliegen nochmals heftig geworben. Und wie Bieri feststellte, waren alle der Auffassung, dass ihre Anliegen erste Priorität geniessen müssen. Er habe deshalb nachgefragt, wie sie an seiner Stelle entscheiden würden. «Da sagte einer, er würde dasjenige Projekt realisieren, das den grössten Grenzertrag im Gesamtsystem erbringen würde. Ich teile diese Ansicht», stellt Peter Bieri fest. Nur stelle sich jetzt die Frage, wer dem Ständerat diese Antwort am verlässlichsten geben könne.

Freddy Trütsch

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