Zuger Zivilschützer bringen Wanderweg in Schuss

Der Wanderweg vom Utigenhof in Walterswil hinauf in den Neuheimer Meiacher war in einem schlechten Zustand. Nun ist der Aufstieg wieder ein schweisstreibender Genuss.

Für die Einwohnergemeinde Baar: Silvan Meier
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Insgesamt waren zwölf Zivilschutzrekruten und drei Vorgesetzte im Einsatz.

Insgesamt waren zwölf Zivilschutzrekruten und drei Vorgesetzte im Einsatz.

Bild: PD

Wer zwischen dem 7. und 11. September vom Utigenhof in Walterswil zu Fuss hinauf in den Neuheimer Meiacher wollte, stand vor einem Verbotsschild, sah orange gewandete Zivilschützer und hörte urchigen Obwaldner Dialekt. Fünf Tage lang absolvierten je sechs Rekruten des Zuger und des Obwaldner Zivilschutzes den zweiten Teil ihres Grundkurses auf dem kurzen, aber steilen Wanderweg.

Wie fast überall rund um die Baarburg und den Josefsgütsch ist auch dieser Hang rutschig. Der Wanderweg hat deshalb in den letzten Jahren arg gelitten und war in einem schlechten Zustand. Innerhalb einer Woche haben die zwölf Zivilschützer in Ausbildung zusammen mit drei Vorgesetzten den Weg auf Vordermann gebracht und grosse Mengen an Kies und Holz, das von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde, verbaut. Stufe für Stufe schlängelt sich der Weg nun elegant den Wald hinauf. Oben beim Meiacher auf Neuheimer Boden befindet sich eine Grillstelle – ein schöner, aber nicht ganz so bekannter Platz.

Auch für Gemeinderat Zari Dzaferi, Abteilungsvorstand Sicherheit/Werkdienst, war der Wanderweg Neuland. Er stattete zusammen mit Edy Zumbach, Leiter Werkdienst, am 10. September, den Zivilschützern aus Zug und Obwalden einen Besuch ab und war dabei zum ersten Mal auf dem Pfad unterwegs. Die beiden kamen nicht mit leeren Händen: Als Dank für den Einsatz zu Gunsten des Baarer Naherholungsgebiets spendierte die Gemeinde einen «Znüni». «Die Gemeinde Baar dankt dem Zivilschutz aus Zug und Obwalden für die geleistete Arbeit», betont Zari Dzaferi. «Es ist ein nachhaltiges Projekt für unsere Gemeinde, aber auch für den Zivilschutz.»

«Es ist eine Win-win-Situation»

Das bestätigt auch Oliver Füllemann, Kommandant der Zivilschutzorganisation des Kantons Zug. «Es ist eine Win-win-Situation. Wir können für einen Ernstfall trainieren, unsere Logistik und Abläufe testen und gleichzeitig etwas Gutes für die Allgemeinheit tun.» Für die Truppe sei es motivierend, am Ende des Einsatzes ein fertiges Werk zu sehen.

Die Einwohnergemeinde Baar arbeitet regelmässig mit dem Zivilschutz zusammen. So sind auch für nächstes Jahr bereits zwei Wanderwegsanierungen – unter anderem in der Nähe der Wildenburg – in Vorbereitung.