Zu einer attraktiven Altstadt gehören auch Einkaufsmöglichkeiten

Bei der Motion «Masterplan Zuger Altstadt» braucht der Stadtrat noch Zeit. Im Rahmen der Ortsplanungsrevision soll auch das Thema einer attraktiven Altstadt behandelt werden.

Andrea Muff
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Die Motion «Masterplan Zuger Altstadt» der SVP-Fraktion veranlasste den Stadtrat zu einem Zwischenbericht. In diesem wurde etwa erwähnt, was eine attraktive Altstadt ausmache und dass im Rahmen der Ortsplanungsrevision das Mobilitätskonzept für die Altstadt auch Thema sein werde. Ebenfalls Teil des Zwischenberichtes war eine Grundlagenanalyse des stationären Detailhandels. Der Stadtrat beantragte den Zwischenbericht zur Kenntnis zu nehmen sowie die Motion im Rahmen der Ortsplanungsrevision zu behandeln und dafür eine entsprechende Fristerstreckung zu gewähren. Da an der Sitzung des Grossen Gemeinderats (GGR) kein Gegenantrag gestellt wurde, gewährten die Parlamentarier diejenigen des Stadtrates still schweigend.

Gesamtkonzept soll Balance finden

Motionär Thomas Dubach (SVP) nahm den Zwischenbericht zur Kenntnis. Er verwies jedoch darauf, dass man sich ein gesamtheitliches Konzept wünsche, das die grössten Druckstellen beseitigen soll. Er sagte: «Mit einem gesamtkonzeptionellen Ansatz soll Balance gefunden werden, sodass die Anwohner ihren Frieden haben, die Zuger ihre Altstadt geniessen können und die Geschäfte florieren.» Er möchte sich nicht auf die Ortsplanungsrevision vertrösten lassen. «Wir verlangen umgehend erste Schritte. Massnahmen, damit die Altstadt nicht zusehends zu einem Freilichtmuseum wird oder – wenn die Läden verschwinden – eine Partymeile mit immer mehr Bars und Restaurants entsteht», stellte Dubach klar. Deshalb werde ein Abwarten auf die Revision «strikt» abgelehnt.

Nicht bis zum Ende Ortsplanungsrevision warten

Die Attraktivität der Altstadt sei gegeben, fand Benny Elsener (CVP). Einzig beim Punkt Einkaufsmöglichkeiten werde es schwierig. «Schlussendlich liegt es aber bei jedem Einzelnen, Angebote zu schaffen. Von Seiten der Stadt sehe ich keinen grossen Handlungsbedarf», sagte Elsener. Stefan W. Huber (GLP) schloss die Diskussion mit einem ironischen Fazit: «Man hat den Eindruck, dass für eine attraktive Altstadt ein paar Parkplätze und Tempo 50 ausreichen würden.»

Bauchefin Eliane Birchmeier begrüsste den Vorstoss der SVP-Fraktion, wie sie in ihrem Votum klar stellte. Sie verwies darauf, dass ab Ende Mai mit der Mitwirkung zur Ortsplanungsrevision begonnen werde. Man werde die Bevölkerung befragen und jene Themen, die schnell angepackt werden können, auch zeitnah angehen. Sie sagte: «Wir finden es wert, einen Massnahmenplan für die Altstadt zu erstellen. Das packen wir an und warten nicht bis zum Ende der Ortsplanungsrevision.»

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