Leserbrief

Zu starke Einflussnahme durch die EU

Zum EU-Austritt Grossbritanniens.

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Der Entscheid der Briten ist völlig richtig. Wenn man den Austrittsvertrag liest, merkt man schnell, dass die EU sich enorme Einflussmöglichkeiten gesichert hat. Sie hat die Frechheit, einem Weltreich mit internationalen Beziehungen beim Abschliessen von Freihandelsverträgen dreinzureden, und die Rechte der EU-Bürger müssen vollumfänglich beibehalten werden.

Der sogenannte «weiche Brexit» ist ein Vertrag, der Grossbritannien nichts gibt, aber alles nimmt. Ein souveränes Land, darf so einen Knebelvertrag nicht unterzeichnen (genau so wenig, wie die Schweiz das Rahmenabkommen unterzeichnen darf, will sie noch souverän bleiben). Die Briten, haben nun gemerkt, dass die EU nicht verhandelt, sondern diktiert. Ich vermute, unser Bundesrat wird oder will dies nicht merken.

Wenn der harte Brexit zum Erfolg führt, werden andere EU-Länder nachdenklich. Leider wird durch die Medien suggeriert, dass der Brexit Grossbritannien schade. Ich bin davon überzeugt, dass das Land gestärkt aus dem Brexit hervorgehen wird. Ich persönlich bleibe bei meiner Meinung, dass die EU erstens eine Verwaltungsdiktatur ist und zweitens ein Konstrukt, das nur den Konzernen und den Reichen dient, das normale Volk verliert überall und trägt die wirtschaftlichen und ökologischen Nachteile. Die EU hat sich soweit von ihren Anfängen entfernt, dass man sie entsorgen muss.

Michel Ebinger, Rotkreuz