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Züge im Ein- bis Sechsminutentakt am Eidgenössischen in Zug

Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) treffen an den Festtagen vor 7 Uhr 20000 Leute auf dem Bahnhof Zug ein.
Cornelia Bisch

Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest herrscht früh Tagwacht. Wer für die Arena ein Ticket ergattert hat, muss an beiden Wettkampftagen um 7.30 Uhr vor Ort sein. «Das bedeutet für die SBB, die Anreise von allen Regionen der Schweiz bis 7 Uhr früh zu gewährleisten», stellt Isabel Weingart, Projektleiterin Esaf der SBB, fest. Reist man beispielsweise ab Bern, muss man den Zug bereits um 4.40 Uhr besteigen.

Am Bahnhof in Zug wird während dem Esaf noch mehr los sein, also sonst. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 9. August 2019)

Am Bahnhof in Zug wird während dem Esaf noch mehr los sein, also sonst. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 9. August 2019)

Rund 100 Extrazüge werden im Ein- bis Sechsminutentakt im Bahnhof Zug einrollen. «Manchmal treffen sogar bis zu vier Züge gleichzeitig ein», weiss Weingart. Das bedeutet, dass innerhalb einer Stunde rund 20000 Leute mit 41 Zügen anreisen werden. Die SBB, die Zuger Verkehrsbetriebe (ZVB), das Fest-OK und die Polizei arbeiten eng zusammen, um den Besucherströmen Herr zu werden. Jede der Organisationen stellt ein Maximum an Personal, freiwilligen Helfern und Fahrzeugen zur Verfügung. «Jeder freie Slot in Richtung Luzern und Zürich wird ausgeschöpft», so Weingart, «und die Züge werden so lang wie möglich konzipiert.»

Station Schutzengel bleibt geschlossen

Von Freitagmittag bis Sonntagabend werden zahlreiche sogenannte Kundenlenker in gelben Westen am Bahnhof die heimreisenden Gäste beraten und auf die richtigen Gleise leiten. «Total setzen die SBB rund 160 zusätzliche Kundenbetreuer in den Bahnhöfen Zug, Rotkreuz, Luzern, Arth-Goldau und Zürich ein», so Isabel Weingart.

Während der Dauer des Esaf wird die Station Schutzengel aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben.

Optimale Anbindung

Zug sei zentral gelegen und optimal ans ÖV-Netz angeschlossen, erklärt Weingart weiter. «Notfalls können wir auch übers Säuliamt ausweichen.» Denn niemand weiss genau, wie viele Besucher tatsächlich insgesamt anreisen werden. «Mit den berechneten 320000 bis 400000 Gästen, die ja nicht alle mit dem Zug anreisen, werden wir fertig.»

Das eigens erstellte Verkehrskonzept sieht die Weiterreise der Besucher zum Esaf-Areal zu Fuss vor. «Das ist an Schwingfesten durchaus üblich und für die Besucher zumutbar», erklärt Freddy Trütsch, Kommunikationschef Esaf. «Sie werden vor allem auf der General-Guisan-Strasse ins Festareal laufen. Aus diesem Grund wäre ein Shuttlebusbetrieb auf diesem Strassenabschnitt sicherheitstechnisch gar nicht möglich.»

Zudem verkehren die Buslinien der ZVB ebenfalls mit deutlich ausgebautem Fahrplan und Personaleinsatz, wie Mediensprecherin Karin Fröhlich betont. «Es werden 150 Fahrzeuge und rund 400 Mitarbeiter im Einsatz sein, davon zirka 240 im Fahrdienst», erklärt sie. Das sind rund ein Drittel mehr Fahrzeuge als sonst üblich am Wochenende. So stellen die ZVB sicher, dass sämtliche Festbesucher aus allen Zuger Regionen frühmorgens rechtzeitig aufs Festgelände gelangen und spätabends wieder zurück nach Hause. Auch die Leitzentrale wird verdreifacht. «Wir haben verschiedene Szenarien ausgearbeitet und können bei Zwischenfällen oder Überlastungen rasch reagieren.»

Mit dem Esaf-ÖV-Pass unterwegs

Verstärkt werden die ZVB durch die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) und weitere Transportunternehmen. Für die gesamte Dauer des Festes kann man den Esaf-ÖV-Pass zum Preis von 27 Franken kaufen. «Er ist im gesamten Tarifverbund Zug gültig inklusive Nachtzuschlag.»

Ein besonderes Angebot gibt es laut Karin Fröhlich für Reisende aus dem Schwyzer Talkessel. Ab Brunnen und Muotathal verkehren frühmorgens Extrabusse bis Arth am See. Dort steigt man aufs Schiff um, das als Schwinger-Shuttle um 5.30 Uhr losfährt. Auf der Fahrt nach Zug wird ein Schwinger-Zmorge serviert. «Übrigens, am Festumzug vom Freitagnachmittag wird auch der ‹Orion› mitfahren, der vielleicht ältestes Bus Europas, der 1904 die Linie Zug-Baar-Menzingen befuhr», informiert Fröhlich.


Weitere Informationen unter www.zvb.ch und www.sbb.ch Anwohner des Herti-Gebiets, die nachträglich eine Zufahrtskarte benötigen, können eine solche ab Montag, 19. August, von 7.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr in der Landis Bau AG, Feldpark 2, Zug, beziehen.

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