Zürich wird für Zug zur Zone

Der Z-Pass erweitert zum Fahrplanwechsel sein Angebot. Für Zuger werden Fahrten nach Zürich einfacher und günstiger – zumindest teilweise. Luzern bleibt aussen vor.

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Eine S-Bahn vor dem Bahnhof Zug. (Archivbild/Neue ZZ)

Eine S-Bahn vor dem Bahnhof Zug. (Archivbild/Neue ZZ)

Dass man ein Bahnticket für eine Strecke von A nach B löst, gehört bald schon der Vergangenheit an. Zumindest für Fahrten aus dem Kanton Zug in den benachbarten Kanton Zürich. Denn mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember erweitert der Z-Pass des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) sein Angebot. Bis anhin konnte von dem Tarifverbund profitieren, wer sich zu den regelmässigen Pendlern zählte, sprich: wer ein Monats- oder ein Jahresabonnement gelöst hatte.

Neu, so heisst es in einer Medienmitteilung des ZVV, profitieren von dem Tarifverbund zwischen Zürich und Zug auch Personen, die ein Einzelbillett oder eine Tageskarte lösen. Auf diese Fahrscheine erweiterte der Z-Pass nämlich sein Angebot. Für Fahrgäste ändert sich damit konkret, dass sie nicht mehr ein Ticket für eine Strecke, sondern nur noch für Zonen lösen.

Zu teuer für Luzern

Ist Ähnliches auch in die andere Richtung – also nach Luzern – vorgesehen? Bei der Zugerland Verkehrsbetriebe AG (ZVB) verneint man. «Der Z-Pass ist ein Gebilde zwischen dem ZVV und all den angrenzenden Tarifverbunden im Metropolitanraum Zürich. Der Lead liegt dabei klar beim ZVV, und Luzern gehört nicht zu diesem neuen Verbund», erklärt Bruno Meyer, Leiter Markt bei den ZVB. Meyer verweist zudem auf die Streckenabonnemente oder das sogenannte Inter-Abo, das Pendler zwischen Luzern und Zug kaufen können.

Beim Luzerner Tarifverbund Passpartout, der Luzern, Obwalden und Nidwalden zusammenfasst, heisst es ausserdem: «Der Grund, warum sich der Passpartout an diesem System des ZVV nicht beteiligt, ist relativ simpel. Es würde für den Kunden zu teuer», sagt Albrecht Strohbach, Leiter Tarifverbund Passepartout. Hinzu komme, dass für all diejenigen, die zwischen Zürich und Luzern pendeln, ein Generalabonnement sinnvoller sei. «Eine Verknüpfung der beiden Tarifverbunde Zürich und Luzern kostet nämlich mehr», sagt Strohbach.

Samantha Taylor

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