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ZUG: 20-Jahr-Jubiläum Museum für Urgeschichte: Die eigene Geschichte im Fokus

Das Museum für Urgeschichte lässt zum 20-Jahr-Jubiläum seine eigene Geschichte Revue passieren. Betrachtet aus der Sicht des Museumsfotografen Res Eichenberger.
Wolf Meyer
Museumsfotograf Res Eichenberger zeigt Besuchern einen Teil seiner Arbeit. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 13. Dezember 2017))

Museumsfotograf Res Eichenberger zeigt Besuchern einen Teil seiner Arbeit. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 13. Dezember 2017))

Wolf Meyer

redaktion@zugerzeitung.ch

Das Zuger Museum für Urgeschichte an der Hofstrasse 15 zeigt für einmal Geschichten aus der Neuzeit, und zwar Museumsgeschichten aus den eigenen vier Wänden. Vor 20 Jahren eröffnete das Museum unter dem Titel «Zeichen im Fels» seine allererste Ausstellung in den alten Fabrikationsräumen der ehemaligen Landis & Gyr. Seither ist viel passiert. In der aktuellen Sonderausstellung «Rückblende» lässt das Museum seine eigene Geschichte nun nochmals Revue passieren.

Das Besondere daran: Der Besucher wird eingeladen, die vergangenen Ausstellungen aus der Sicht des Museumsfotografen Res Eichenberger zu betrachten. Dieser stellte zu jedem einzelnen Jahr eine Fotocollage zusammen, welche die verschiedenen Themen resümiert. Ausserdem lässt er sich noch bis im Februar jeden zweiten Mittwoch des Monats in der Dunkelkammer bei seiner einstigen Arbeit über die Schultern schauen, so auch am vergangenen Mittwoch: Im eigens eingerichteten Fotolabor entwickelt er analoge Filme und bringt Bilder aufs Papier. Die Fotos stammen aus privaten Projekten. Architektur, Landschaften, Objektstudien – das sind Sujets, die den Fotografen beschäftigen. Beim Fotogramm darf der Besucher sogar selber Hand anlegen. «Besonders den Kindern gefällt das», sagt Eichenberger. Sie können verschiedene Gegenstände auf einem Fotopapier arrangieren und dieses dann direkt belichten. «So erleben sie den Mechanismus des fotosensitiven Papiers direkt mit.» Das sei gerade deshalb oft spannend, weil viele der Kinder gar nicht mehr wissen würden, wie analoge Fotografie funktioniere. «Die Digital Na­tives kennen oft nur noch den Prozess vom Click zum Bild.» Die stundenlange Arbeit zwischen Chemikalien und Rotlicht gehöre für viele schon zur Antike.

Thematisch breit gefächert

Eichenberger ist aber kein hängen gebliebener Nostalgiker. «Ich arbeite selber schon lange nicht mehr mit Analog. Und dass diese Technik bei den Kindern in Vergessenheit gerät, ist völlig normal.» Persönlich interessiert er sich für moderne Kunst. «Meine Lieblingssonderausstellung hier im Haus war wohl jene im Jahr 2000.» Unter dem Titel «Können Sie mir mal die Butter reichen?» rekonstruierte damals der Künstler Marcel Biefer eine Grabungsszene aus der Jahrtausendwende, wie sie in zweitausend Jahren mal in einem Museum zu sehen sein könnte. Gegenwartsarchäologie nennt sich das.

Die Ausstellung «Rückblick» ist thematisch sehr offen. «Wir stellen Teile unserer über 300000 Stück starken Sammlung aus, beleuchten die grossen Zuger Fundorte und zeigen unsere eigene Arbeit seit der Entstehung des Museums im Jahr 1997.» Nur seine Dunkelkammer wurde bisher noch nicht so gut besucht, wie Eichenberger berichtet. «An einem Sonntag waren mal ein paar Gäste hier. So richtig gross ist der Andrang auf das Angebot aber noch nicht», sagt der Fotograf im weissen Kittel. Das könne im Frühjahr ja aber noch werden.

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