ZUG: 2018 sollen Alterswohnungen bezogen werden

Eine Jury hat das Siegerprojekt für das ehemalige Altersheim Waldheim bestimmt. Entstehen sollen 50 Wohnungen in zwei Gebäuden.

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Das Siegerprojekt für das Waldheim stammt von den Axess Architeken. (Bild: Visualisierung PD)

Das Siegerprojekt für das Waldheim stammt von den Axess Architeken. (Bild: Visualisierung PD)

«Duett»: Diesen Namen trägt die Studie, die beim ehemaligen Altersheim Waldheim realisiert wird. Sie stammt von den Zuger Axess-Architekten und hat sich in einer ersten Phase gegen insgesamt fünf und in einer zweiten gegen einen weiteren Konkurrenten durchgesetzt. Wie die Stiftung Alterszentren und die Bürgergemeinde Zug in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben, wurde es von einer breit abgestützten Fachjury zur Siegerin des Wettbewerbs gekürt. Die Studie sieht auf dem Areal des ehemaligen Altersheims Waldheim ein sieben- und ein sechsgeschossiges Gebäude vor. Untergebracht werden darin rund 50 Alterswohnungen – alle verfügen über 2? oder 3? Zimmer. Daneben können nach Bedarf zusätzliche Leistungen wie Reinigung, ein Mahlzeiten-Service oder Pflege eingekauft werden. Diese Dienste werden unter anderem vom Alterszentrum Frauensteinmatt erbracht. «Das Konzept hat uns überzeugt», sagt Hans Christen, Präsident der Stiftung Alterszentren Zug. Es sei ideal auf die Bedürfnisse der älteren Bewohner ausgerichtet. «Die Architekten haben sich mit Fachleuten aus diesem Bereich zusammengetan, um ein altersgerechtes Konzept zu entwickeln.» Das zeige sich beispielsweise bei gewissen Massen oder der Rollstuhlgängigkeit. «Ausserdem verfügen alle Wohnungen über Aussicht, und mit der Umgebung wurde sorgfältig umgegangen», so Christen weiter.

Projekt soll im Oktober vorliegen

Diese Projektstudie des Zuger Architekturbüros wird nun weiter ausgearbeitet. «Man muss dazu sagen, dass wir heute schon sehr weit sind», so Hans Christen. Ziel ist jedoch gemäss dem Stiftungsratspräsidenten, dass das fertige Projekt im Oktober vorliegt, sodass die Bürgergemeinde Zug, die das Vorhaben gemeinsam mit der Stiftung Alterszentren Zug umsetzt, an ihrer Versammlung im Dezember den benötigten Baukredit beantragen kann. In welchem Rahmen sich dieser bewegen wird, kann und will Christen heute noch nicht sagen. «Es ist noch zu früh für eine genaue Kostenschätzung. Wir müssen das definitive Projekt abwarten.»

Zwei Jahre wird gebaut

Sobald dieses im Herbst vorliegt, soll auch die Baueingabe gemacht werden. «Im besten Fall – also wenn es keine Einsprachen gibt – könnte die Baubewilligung im Februar 2016 vorliegen», schätzt Christen. Wenn man diese habe, wolle man mit dem Abriss des bestehenden Gebäudes beginnen. «Danach gehen wir von einer Bauzeit von rund zwei Jahren aus. Im Idealfall können wir die Wohnungen per Anfang 2018 vermieten.»

Welche Kriterien künftige Bewohner der Alterswohnungen Waldheim erfüllen müssen, stehe derzeit noch nicht abschliessend fest. Klar sei, dass pro Wohnung mindestens einer der Bewohner im Pensionsalter sein müsse. Christen: «Wir wollen die Hürde aber nicht zu hoch ansetzen. Es könnte durchaus sein, dass Männer und Frauen im AHV-Alter einziehen können.» Ein definitiver Katalog werde aber derzeit noch ausgearbeitet.

Samantha Taylor

Hinweis

Die Pläne und Modelle der eingegangenen Studien können ab morgen Donnerstag bis zum 13. März jeweils von 15 bis 18 Uhr in der Ankenwaage in der Ober Altstadt 18 in Zug besichtigt werden. Am Sonntag, 8. März, ist die Ausstellung geschlossen.