ZUG: 40 neue Plätze für Menschen mit Behinderung

Der Zuger Regierungsrat hat 40 neue Plätze in den Bereichen Wohnen, Beschäftigung oder Arbeit für Menschen mit Behinderung bewilligt. Damit reagiert der Kanton auf den steigenden Bedarf von solchen Plätzen.

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Das Wohnheim Sonnhalde der Stiftung Maihof bei Menzingen, eines der bereits bestehenden Angebote. (Bild: Stefan Kaiser)

Das Wohnheim Sonnhalde der Stiftung Maihof bei Menzingen, eines der bereits bestehenden Angebote. (Bild: Stefan Kaiser)

Der Bericht des kantonalen Sozialamtes vermittle einen Überblick der Angebote von sozialen Einrichtungen in Zug und ihrer Auslastung sowie eine Bedarfsabschätzung für die Jahre 2014-2016, informiert die Direktion des Innern. Die bereits bestehenden Angebote von Consol, der Stiftung Maihof, der Stiftung Phönix, des Wohnheims Eichholz, des Wohn- und Werkheims Schmetterling und Zuwebe würden bereits gut genutzt, was die durchschnittlichen Auslastung von 93 Prozent zeige.

Steigende Nachfrage

Es sei mit einem kontinuierlichen Anstieg von Menschen mit einer Beeinträchtigung zu rechnen. Der medizinische Fortschritt ermöglicht das Überleben von immer mehr Frühgeburten und Menschen nach einem schweren Unfall. Auch werden Menschen mit einer Behinderung immer älter. Es wird daher mit einer zunehmenden Anzahl von Menschen mit Beeinträchtigungen und besonderen Bedürfnissen gerechnet.

Neue Angebote

Der Bericht zeigt mehrere Bereiche auf, in welchen Institutionen und Bereichen künftig neue Angebote entstehen könnten. So fehle beispielsweise im Kanton Zug ein Wohn- und Beschäftigungs-Angebot für ältere Menschen mit Behinderung, insbesondere mit psychischen Beeinträchtigungen. Auch werde beobachtet, dass immer mehr Menschen mit einer primären geistigen, physischen oder körperlichen Behinderung schwere Verhaltensauffälligkeiten (z.B. grosse Aggression) zeigen. Für diese Menschen ist es bereits heute schwierig, ein bedarfsgerechtes Angebot zu finden.

pd/spe