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ZUG: 68 Arbeitsplätze verschwinden

Der Zigarettenhersteller British American Tobacco schliesst seine Büros in Zug Ende des Jahres. Grund dafür sind die sinkenden Verkaufszahlen für Zigaretten weltweit.
Britisch American Tobacco streicht 68 Arbeitsplätze in Zug. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Britisch American Tobacco streicht 68 Arbeitsplätze in Zug. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Bernard Marks

Der Konzern British American Tobacco (BAT) ist vor allem bekannt für seine Zigarettenmarken. Lucky Strike ist sicher jedermann geläufig. BAT vertreibt zudem Produkte von Dunhill, Kent und Schweizer Zigaretten wie Parisienne, Mary Long, Marocaine oder Select.

Strategischer Entscheid

Nach der Fusion mit Rothmans International 1999 belieferte BAT von ihrem Sitz in Zug aus weltweit die Dutyfree-Läden in Flughäfen mit ihren Produkten. Seit 2001 hat der Konzern den Hauptsitz für das globale Reiseretailgeschäft in Zug. «Nach einer strategischen Überprüfung des Geschäfts im November 2015 wurde beschlossen, diesen Sitz nach London zu verlegen», sagt BAT-Sprecher Richard Fifer. Grund für den Schritt des Konzerns sind mögliche Kosteneinsparungen. «Wir können in London Synergien mit der BAT-Gruppe nutzen, indem wir dort das globale Reiseretailgeschäft bündeln», so Fifer. Die neue Geschäftseinheit wird gemäss Fifer bereits ab 1. Juni erste kommerzielle Aktivitäten von London aus aufnehmen.

68 Mitarbeiter mit Sitz in Zug sind von der Änderung betroffen. Viele von ihnen werden ihren Job ganz verlieren. «Einige Mitarbeiter haben wir nach London verlegt oder in eine Abteilung innerhalb der BAT-Gruppe übernommen», sagt Fifer. Auch ein Sozialplan sei in Kraft, der neben Abfindungen auch Outplacement-Dienstleistungen umfasse. «BAT hat sich verpflichtet, die Mitarbeiter bei der Suche nach neuen Arbeitsstellen zu unterstützen», erläutert Fifer weiter.

Nur Zug ist betroffen

Einen Teil seiner Tätigkeiten hat der internationale Konzern bereits 2012 aus der Schweiz nach England verlagert. Offiziell sollen die Zuger Büros nun zum 31. Dezember 2016 geschlossen werden. British American Tobacco Switzerland SA ist Teil der internationalen British American Tobacco-Gruppe, die weltweit in über 200 Ländern vertreten ist. In Zug sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt beschäftigt BAT in der Schweiz aktuell noch rund 900 Mitarbeiter an vier Standorten. Die Standorte Lausanne, Boncourt JU und Oensingen SO sind vom Verlagerungsentscheid in Zug nicht betroffen. «Die Veränderungen in Zug haben auch keinen Einfluss auf die BAT-Fabrik in Boncourt, die für den Heimmarkt Schweiz und für den Export Zigaretten produziert», erklärt der BAT-Sprecher. Auf die Frage, ob sich dabei die Rahmenbedingungen im Kanton Zug für den Konzern verschlechtert hätten und eventuell für den Entscheid zur Schliessung eine Rolle gespielt haben könnten, wollte Richard Fifer keine Auskunft geben.

Rauchen gilt als verpönt

Sicher ist, die Geschäfte der Zigarettenhersteller laufen derzeit nicht besonders gut. Vor allem in der westlichen Welt gilt das Rauchen mittlerweile als verpönt. Nach wie vor sterben jährlich 6 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Somit steht das Rauchen immer noch an erster Stelle, was die vermeidbaren Todesursachen anbelangt. Bis 2030 soll die Zahl der Toten infolge des Rauchens noch weiter ansteigen. Die WHO rechnet dann mit 8 Millionen Todesfällen wegen des Rauchens.

Der Zigarettenverkauf von BAT sank 2015 um 663 Milliarden Stück. Verständlich, dass der Konzern nach Sparpotenzial Ausschau hält. Deshalb werden alle möglichen Synergien genutzt.

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