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ZUG: 70 Musiker in einem Kreis

Schon zum fünften Mal fand gestern in der Chollerhalle der sogenannte Monster Groove statt. Die kulturübergreifende Musikergruppe zog das Publikum in ihren Bann und motivierte es mitzumachen.
Nils Rogenmoser
Beim Monster Groove spielt sich die eigentliche Show in der Mitte des Kreises ab. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 2. Juli 2017)

Beim Monster Groove spielt sich die eigentliche Show in der Mitte des Kreises ab. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 2. Juli 2017)

Nils Rogenmoser

redaktion@zugerzeitung.ch

Jugendliche, Familien mit Kleinkindern, ältere Herrschaften – alle haben sie sich gestern zum diesjährigen Monster Groove in der Chollerhalle eingefunden.

In sich gekehrt spielt Willy Strehler zum Einstieg mit drei Musikern auf der Nebenbühne ein altindisch inspiriertes Stück. Der Tontechniker, der über 25 Jahre Musikunterricht gegeben hat, sagt nach seinem Auftritt: «Die traditionelle indische Musik bietet so viel mehr als die monotone europäische Musik. Ich habe vorhin mit einem Schweizer Freund, einem indischen Sänger und einem Syrier zusammengespielt. Die Musik hat uns derart berührt, dass sofort eine eigene Dynamik entstehen konnte.»

Ein Austausch mit den Mitmusikern

Der grosse Auftritt rückt näher. Musikschüler Eric Brändli spielt Schlagzeug und erklärt den Reiz, am Monster Groove dabei zu sein: «Mit den Mitmusikern entsteht ein Austausch. Das Spielen im Kollektiv macht Spass und bietet jedes Jahr etwas Neues.» Sein Kollege Marc Füllemann, der zum zweiten Mal dabei ist, fügt hinzu: «Anders als beim blossen Vorspielen, ist das Publikum integriert – es geht einfach ab.» Organisator Simon Berz versucht, seine Leitidee zu erklären. Das Zitat «Jeder ist ein Künstler» des Deutschen Joseph Beuys hat sein Denken besonders geprägt. «Auf meinen Reisen konnte ich auch dieses Jahr vier Gastmusiker motivieren, mit unseren Musikern hier etwas Spezielles einzuüben. Jeder ist gleichgestellt – es gibt neue Begegnungen und Situationen.»

Das Monster im Namen sei eine Metapher für den Puls, der während des Spielens schlägt. In einem Kreis haben sich die 70 Musiker angeordnet. Das Publikum steht drumherum direkt am Geschehen und ist ausdrücklich eingeladen, mitzumachen. Die Performance ist überwältigend – voller Energie katapultieren die Musiker das Publikum in neue Sphären. Simon Berz heizt in der Mitte im Stile eines Dirigenten in Trance an.

«Man muss einfach mitwippen»

Zwischen dem Hauptthema variieren die gespielten Zwischenteile stark. Eine auf den Boden projizierte Lichtshow, eine beeindruckende Tanzeinlage oder urchiges Jodeln mit fettem Bass überraschen aufs Neue. Nach einer Weile hat das Publikum die Hemmung abgelegt und lässt ihrer Freude mit Zwischenrufen freien Lauf. Timothy Dahl ist begeistert: «Das war etwas völlig Neues. Bei dieser ekstatischen Musik muss man halt einfach mitwippen.»

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