Zug 94 hat bis kurz vor Schluss am Punktgewinn geschnuppert

Erstligist Zug 94 verliert in Wohlen 1:3. Ausschlaggebend für die Niederlage war der Ausschluss gegen die Gäste.

Michael Wyss
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«Eine weitere Niederlage haben wir kassiert, die unnötig war. Ich bin frustriert, denn aus diesem Spiel müssen wir mindestens wieder einen Punkt mitnehmen», zeigte sich Trainer Vural Oenen nach dem Spiel in Wohlen sichtlich enttäuscht. Verständlich war sein Ärger. Be-reits vor einer Woche musste seine Equipe gegen Baden, ein weiteres Spitzenteam der 1. Liga Gruppe zwei, einen unnötigen Nuller (0:2) einstecken. «Wir hatten unsere Möglichkeiten, schafften nach 23 Minuten den 1:1-Ausgleich. Punkte im Kampf um einen gesicherten Mittelfeldplatz waren im Bereich des Möglichen», analysierte Oenen weiter. Auf Thomas Schiavanos frühen Führungstreffer (7.; 1:0), konnten die Zuger durch Alexander Srdic (23.; 1:1) die richtige Antwort geben.

Der Ausschluss in der 67. Minute gegen Zugs Kristian Luburic (gelb-rot) war der Knackpunkt im Duell mit Wohlen.

«Wenn man über 20 Minuten in numerischer Unterzahl spielt, macht sich das einmal bemerkbar. Es raubt dir die Kräfte»,

so Oenen. Den Sieg steuerten die Aargauer allerdings erst in der Schlussphase, mit einem Doppelschlag innert fünf Minuten (80.; 2:1 und 85.; 3:1), bei. Damit war, trotz grossem Kampfgeist, die fünfte Niederlage im zehnten Spiel bittere Tatsache. Dazu Oenen: «Einmal mehr spielten wir mit einem Topteam unserer Gruppe auf Augenhöhe. Doch die Punkte, fehlen ein weiteres Mal in der Endabrechnung.» Nach dem Sieg von Muttenz bei Goldau im Duell der beiden Kellerkinder, beträgt Zugs Reserve auf den direkten Abstieg (13. Rang) nur noch fünf Punkte.

Kapitän Mario Pastore bleibt realistisch

Auch Zugs Torhüter und Kapitän Mario Pastore war sich einig mit Oenen: «Ein Remis müssen wir mit nach Zug nehmen. Doch wir haben uns heute selber bestraft mit individuellen Fehlern, die einfach nicht passieren dürfen.» Der Schlussmann bleibt Realist und spricht klare Worte: «Wir dürfen nicht vergessen, wo wir vor einem Jahr standen. Wir waren abgeschlagen Letzter, mit einem Bein praktisch abgestiegen.» Das neuformierte Team brauche jetzt Zeit. Doch die jungen Spieler würden ihren Weg machen und die Entwicklung stimme. «Doch wir haben auch nicht die Qualität, um ganz oben mitzuspielen, das muss man sich einfach bewusst sein», sagt er ehrlich. Wichtig sei, dass das Team mit dem Abstieg nichts zu tun habe. Es sei ein Zwischenjahr für sie, indem sie etwas für die Zukunft aufbauen würden.

Weiter geht es für die Zuger am Samstag um 16 Uhr in der Allmend in der Herti mit dem Heimspiel gegen den Nachwuchs der Grasshoppers Club Zürich. Die Zürcher liegen mit neun Zählern auf dem zehnten Rang, haben allerdings noch ein Spiel weniger ausgetragen als Zug 94. Seit fünf Spielen (inklusive Cup) sind die Zuger nun ohne Siegererlebnis. «Wir brauchen ein schnelles Erfolgserlebnis», so Oenen.