Zug 94 schafft den Ligaerhalt

Der Erstligist Zug 94 lieferte gegen den Tabellenletzten Old Boys Basel eine bedenklich schwache Leistung ab. Die Elf von Trainer Ergün Doglu darf trotzdem aufatmen.

Martin Mühlebach
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Ruben Burkard (Mitte) erzielte das 1:0 für Zug 94. Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 18. Mai 2019)

Ruben Burkard (Mitte) erzielte das 1:0 für Zug 94. Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 18. Mai 2019)

Vor dem zweitletzten Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019, das am vergangenen Samstag auf der Hertiallmend gegen den Tabellenletzten Old Boys Basel ausgetragen wurde, betrug die Reserve von Zug 94 auf den Tabellenvorletzten Zofingen nur noch mickrige 3 Punkte. Um dem nun plötzlich drohenden Abstieg entrinnen zu können, hofften die Zuger, endlich wieder einmal einen Sieg landen zu können. Man war gespannt, ob das Nervenkostüm der Zuger diesem Druck Stand zu halten vermöge. Zug 94 startete überaus nervös, Fehlpässe zuhauf prägten während der ersten 30 Minuten die Szenerie.

Die bereits zum Abstieg verurteilten Basler vermochten die verunsichert wirkenden Platzherren, ohne grosse Mühe in Schach zu halten. In der 18. Minute drohte den Zugern Unheil, als Valon Muslija einen Handspenalty treten durfte. Zum Glück der Platzherren vermochte Alexander Elsener, der anstelle des gesperrten Stammkeepers Mario Pastore das Zuger Tor hütete, den Strafstoss abzuwehren. Als Ruben Burkard die Gastgeber in der 30. Minute nach einer überragenden Einzelleistung 1:0 in Führung schoss, durfte davon zumindest gehofft werden, dass sein Team nun sicherer agieren würde. Doch diese Hoffnung wurde nicht erfüllt. Mehr noch, in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kassierten die Zuger durch Valon Muslija noch den 1:1-Ausgleich.

Mit einem blauen Auge davongekommen

Nach dem Wiederanpfiff erarbeitet sich Zug 94 dann einige Torchancen, die jedoch nichts Zählbares einbrachten. Der Zuger Trainer Ergün Doglu, der seinem Team ununterbrochen Anweisungen erteilte, schrie sich beinahe die Seele aus dem Leib. Es kam, wie es kommen musste: Benjamin Niederberger erzwang in der 91. Minute den 2:2-Endstand. Ergün Doglu sagte unmittelbar nach dem Abpfiff ernüchtert: «Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Zu Beginn der 2. Halbzeit hatten wir genügend Torchancen, um das Spiel vorzeitig zu unseren Gunsten entscheiden zu können.» Wenig später erfuhr Doglu, dass sich seine Mannschaft dank des einen gegen Old Boys knapp errungenen Punktes aller Abstiegssorgen entledigt hat, weil die hinter Zug 94 platzierten abstiegsgefährdeten Teams Niederlagen hatten einstecken müssen.

Zug 94 – Old Boys Basel 2:2 (1:1)
Hertiallmend. – 200 Zuschauer. – SR Drmic. – Tore: 30. Burkhard 1:0. 45. Muslija (Foulpenalty) 1:1. 66. Paglia 2:1. 91. Niederberger 2:2. – Zug 94: Elsener; Weiss (40. Babic), Paglia, Perkovic, Sahin; Fabbricatore (46. Peter), Martino; Burkard, Le Bigonsan (72. Mangold); Shabani (46. Weiler). – Old Boys Basel: Fidan; Schmuziger (78. Mamot), Costa (66. Sylla), Ozan, Boss; Korkmaz, Muslija; Osaj (73. Blatter), Kiendrebeogo; Mbarga (78. Niederberger), Rietmann. – Bemerkungen: 18. Elsener wehrt Handspenalty von Muslija ab. Der Nachschuss fliegt über die Latte. 53. Pfostenschuss Le Bigonsan.