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Zug94-Präsident sagt: «Das ist sin Sinnbild der letzten zwei Jahre»

Zug 94 liefert eine tolle Leistung ab – aber der Lohn dafür bleibt einmal mehr aus.
Martin Mühlebach
Zug 94 gegen Delsberg in der Hertiallmend. Am Ball: Zugs Aleksandar Radovic. Bild: Stefan Kaiser (26. Oktober 2019)

Zug 94 gegen Delsberg in der Hertiallmend. Am Ball: Zugs Aleksandar Radovic. Bild: Stefan Kaiser (26. Oktober 2019)

Auf der Zuger Hertiallmend laufen die letzten Spielminuten. Die gegen Delémont mit 2:3 Toren im Rückstand liegenden Platzherren greifen pausenlos an. Ein von Diego Zoller aus rund 30 Metern getretener Freistoss zischt haarscharf übers Tor, genauso wie ein Kopfball von Fabian Simic. Kurz darauf ertönt der Schlusspfiff des Schiedsrichters – die Zuger müssen sich mit einer weiteren schmerzhaften Niederlage abfinden.

Dabei hat alles so gut begonnen. In der 14. Minute schiesst Fabian Simic seine Farben 1:0 in Front. Zug 94, der Tabellenletzte der Gruppe 2 der Erstliga Classic hat den konzeptlos agierenden Tabellenvierten Delémont fest im Griff, der ausser eines Lattenknallers von Lionel Rossé in den ersten 45 Spielminuten nichts Nennenswertes zu Stande bringt.

Führung wiederholt knapp verpasst

In der 52. Minute setzt Rossé einen Kopfball an die Latte, und im Gegenzug bietet sich dem Zuger Fabian Simic eine glasklare Torchance. Er umkurvt den herauseilenden Gästekeeper Severin Fankhauser. Allein vor dem leeren Gehäuse stehend, schiesst er den Ball aus kurzer Distanz neben dem Torpfosten vorbei. Statt des 2:0 für Zug 94 fällt in der 62. Minute der 1:1 Ausgleich durch Lionel Rossé mittels Handspenalty. Zwei Zeigerumdrehungen später verpasst Mattia Hanusch die erneute Zuger Führung kläglich. Daraufhin gerät sein Team ins Schwimmen. Lionel Rossé (68.) und Dionys Stadelmann (72.) schiessen die Jurassier 3:1 in Front. Als Olivier Kleiner in der 75. Minute mittels Foulpenalty das 2:3 Anschlusstor erzielt, keimt bei den Platzherren nochmals Hoffnung auf – doch der mit allen Kräften angepeilte Ausgleich fällt nicht mehr.

Der Zuger Innenverteidiger Julian Wüest, der eine hervorragende Leistung ablieferte, sagt sichtlich enttäuscht: «Wir waren nahe daran, 2:0 in Front zu ziehen und den 2:2 beziehungsweise 3:3 Ausgleich zu erzielen. Wir haben gezeigt, dass wir nicht viel schlechter sind als eine Spitzenmannschaft. Der Unterschied besteht einzig und allein darin, dass sie – im Gegensatz zu uns – ihre Torchancen zu nutzen verstehen.» Vorwürfe will Wüest keinem seiner Teamkollegen machen. Mit den Worten «wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen», zeigt er auf, dass Zug 94 trotz der misslichen Tabellenlage noch immer eine verschworene Gemeinschaft ist.

Das sieht auch der Vereinspräsident Beat Knoblauch so, der sein Amt am kommenden Mittwoch anlässlich der GV (19.15 Uhr, Burgbachsaal) niederlegen wird. Er sagt: «Unsere Mannschaft hat heute eine tolle Leistung abgerufen, leider ohne dafür belohnt zu werden. Es ist ein Sinnbild der letzten zwei Jahre.»

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