ZUG: Abba-Fans kamen in Cham voll auf die Rechnung

In einer fulminanten Bühnenshow sind die Abba-Fans am Dienstagabend voll auf ihre Kosten gekommen. Die bekannten Lieder der schwedischen Popband brachten den Saal zum Kochen.

Nadine Wyss
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Fast wie die Originale – die «Abba Gold – The Concert Show» auf der Bühne im Lorzensaal. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 17. Januar 2017))

Fast wie die Originale – die «Abba Gold – The Concert Show» auf der Bühne im Lorzensaal. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 17. Januar 2017))

Nadine Wyss

redaktion@zugerzeitung.ch

Viele waren gekommen, um sie zu sehen. Der Lorzensaal war bis zum letzten Platz besetzt. Das gemischte Publikum machte anfangs nicht den Anschein, sich aus der Reserve locken zu lassen. Dies aber täuschte.

Das bestens gelungene Abbild der schwedischen Kultband Abba vermochte von Beginn an zu überzeugen. Mit einer effektvollen Lichtshow und dem Hit «Waterloo» eröffnete die Band das Konzert. Die damaligen Stars Agnetha, Anni-Frid, Björn und Benny wurden perfekt kopiert. Von den Kostümen bis zu den Tanzeinlagen, von den Frisuren bis zu den Glitzerstiefeln, alles wurde originalgetreu wiedergegeben. Von Beginn an wurden die Besucher zum Mitmachen animiert. Spätestens als «Benny» dem Publikum grünes Licht für Fotos und Filmaufnahmen gab, war das Eis gebrochen. Seiner Aufforderung, mit der Handy­taschenlampe zu schwenken, kam man gerne nach. Der bekannte Hit «Fernando» gab dann seinen Teil dazu – der Funke war übergesprungen.

Lieder verströmten eine positive Energie

Es war bemerkenswert, mit wie viel Leidenschaft und Power die Musiker, mehrheitlich aus England, auftraten. Als hätte man die Uhr zurückgedreht, fühlte man sich zurückversetzt in die Siebzigerjahre, eine Zeit voller Hoffnung und Zuversicht. Die Lieder verströmten positive Energie, und die Sängerinnen gaben ihr Bestes. An die Stimmen musste man sich anfangs gewöhnen, aber schon bald erkannte man die Ähnlichkeit und die Kraft, die in ihnen steckte. Die Choreografie war perfekt einstudiert, jedes Detail passte. Die Sängerinnen performten, als wären sie die Originale selbst. Sie hatten sichtlich Spass auf der Bühne. Dies gefiel auch Melanie Vitale aus Fahrwangen: «Das sind ja richtige Entertainer. Die machen das mit so viel Witz.» Auch die beiden älteren Damen Alice Stauffer aus Baar und Paula Muther aus Zug machten mit. «Wir haben die Tickets für heute Abend gewonnen», erzählten sie angeregt. «Schade ist jedoch, dass es die Originalband nicht mehr gibt», bedauerte Alice Stauffer, und Paula Muther stimmte ihr zu.

Die Band sang von der Liebe, von Gewinnern und Verlierern, aber auch vom reichen Mann und der «Dancing Queen». Songs wie «Mamma Mia» und «Super Trouper» und «Chiquitita» erinnerten an die grossen Erfolge von Abba. Mit Akustik und Licht­effekten gestalteten sie ein regelrechtes Feuerwerk.

Zum Schluss bedankten sie sich beim Publikum mit «Thank You For The Music», wobei «Agnetha» ihre Stimme nochmals richtig in Szene setzen konnte. Mit dem Lied «I Belive In Angels» beendeten sie das Konzert und liessen die Zuschauer nochmals kräftig mitsingen. Ein gewaltiger Applaus folgte, und Zugaben wurden eingefordert. Jacqueline und Walter Distel aus Luzern waren begeistert: «Auch beim letzten Konzert im 2015 war das schon so.» Sie warteten bis zum letzten Song, verliessen den Saal und kehrten zurück in die Gegenwart.

Die damaligen Stars Agnetha, Anni-Frid, Björn und Benny wurden perfekt kopiert. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 17. Januar 2017))

Die damaligen Stars Agnetha, Anni-Frid, Björn und Benny wurden perfekt kopiert. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 17. Januar 2017))

Die Abba Gold Cover Band spielte Lieder des bekannten Originals aus den 70er Jahre im Lorzensaal in Cham. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 17. Januar 2017))

Die Abba Gold Cover Band spielte Lieder des bekannten Originals aus den 70er Jahre im Lorzensaal in Cham. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 17. Januar 2017))