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ZUG: Abraxas auf dem Burgbachareal: von Bücherwürmer und Leseraben

Das Kinder- und Jugendbuchfestival Abraxas fand erneut im Burgbachareal statt. Dabei bot es eine – in der Schweiz – seltene Plattform für Jugendliteratur und machte Jung und Alt Lust auf mehr.
Julian Koller
Am Abraxas-Festival werden auch Werkstätten angeboten (im Bild). (Bild: Werner Schelbert (Zug, 4. November 2017))

Am Abraxas-Festival werden auch Werkstätten angeboten (im Bild). (Bild: Werner Schelbert (Zug, 4. November 2017))

Julian Koller

redaktion@zugerzeitung.ch

Ungewöhnlich belebt für einen schulfreien Tag wirkt das Burgbachschulhaus von weitem. Auf dem Pausenplatz spielen Kinder, ganz wie in einer Unterrichtspause. Dass sie heute freiwillig, ja sogar mit Vorfreude, hier sind, wird jedem klar, der den rundäugigen Leseraben Abraxas den Spielplatz überblicken sieht. Denn der Vogel mit dem V-förmigen Schnabel hält alle zwei Jahre Einzug im Burgbachareal und verspricht den jungen Bücher­würmern Zugs ein interessantes Wochenende.

Am Abraxas gibt es für alle viel zu entdecken. Schreib-Workshops, Zeichenwerkstätte und Lesungen füllen das Festivalprogramm. Dazwischen finden sich zahlreiche Gelegenheiten, über das nächste Lieblingsbuch zu stolpern. Beispielsweise am Stand des Schweizer Autoren- und Illustratorenvereins Autillus. Alice Gabathuler aus St. Gallen ist Vereinspräsidentin und vertritt am Abraxas die Schweizer Jugendbuchszene. «Wir wollen daran erinnern, dass es nicht nur die lizenzierten Auslandstitel gibt, sondern durchaus auch hier eine lebendige Szene von Jugendbuchautoren», sagt sie.

Leider sei diese in den Medien viel zu wenig vertreten und finde daher kaum statt. Gerade deswegen sei sie auch froh um Anlässe wie das Abraxas. «Für Jugendliteratur aus der Schweiz ist das eine seltene Plattform, auf der wir direkt mit den Kindern in Kontakt kommen und ihnen zeigen können, dass auch lokale Autoren etwas zu bieten haben.» Ein Herzstück des Festivals sind natürlich die Lesungen, denn dort gibt es für die Kinder nicht nur Bücher zu entdecken, sie können darüber hinaus mit den Autoren direkt ins Gespräch kommen. In manchen geht es mit Publikumseinbezug actionreich zu und her, in anderen wird den Schriftstellern in andächtiger Stille gelauscht.

Zu Letzteren gehört die Lesung der deutschen Fantasy-­Jugendbuchautorin Mechthild Gläser, in der sie Szenen aus ihrem neusten Opus «Emma, der Faun und das vergessene Buch» präsentiert. Für Kenner von Weltliteratur webt sie immer wieder Anspielungen auf ihre persönlichen Lieblingsschriftsteller ein – in diesem Fall bezieht sich schon der Titel auf Jane Austens berühmte Emma.

Ansteckende Leidenschaft

Ihre Ausführungen über den Autorenberuf machen den Anwesenden grosse Lust aufs Schreiben. «Was mich von klein auf am Bücherschreiben fasziniert hat», erklärt sie, «ist, dass ich aus so einem einfachen Stapel Papier, schwarz auf weiss gedruckt, sozusagen eine ganze, bunte Welt voller Abenteuer spinnen kann.» Ihre Leidenschaft steckt so manchen im Raum an. Etwa den zwölfjährigen Martin Burkhalter aus Rotkreuz. «Ich hätte gar nicht gedacht, dass Schreiben ein Beruf sein kann, und sogar ein cooler», meint er danach. Er persönlich habe allerdings noch etwas zu grosse Probleme mit der Vergangenheitsform, um Autor zu werden, wie er nachdenklich hinzufügt.

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