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Zug: Abstimmung mit
digitaler ID gestartet

Stadtpräsident Dolfi Müller war der erste: am Montagvormittag, 25. Juni, um zehn Uhr hat er mit seiner digitalen ID die Konsultativabstimmung eröffnet. Die Entwickler des Systems dahinter wollen dieses nun für alle offenlegen. In der Hoffnung, dass es auch anderswo zum Einsatz kommt.
Christopher Gilb
Stadtpräsident Dolfi Müller bei seiner digitalen Stimmabgabe. (Bild:PD)

Stadtpräsident Dolfi Müller bei seiner digitalen Stimmabgabe. (Bild:PD)

Die digitale ID der Stadt Zug wurde am 15. November 2017 eingeführt und befindet sich in einer Pilotphase. Sie fand international Aufmerksamkeit. Neben einer E-Voting-Lösung sind für die Inhaberinnen und Inhaber der ID verschiedene andere Anwendungen in der Evaluation, darunter das Ausleihen von Stadtvelos an verschiedenen Orten oder von Büchern in der Bibliothek ohne Bücherausweis.

Doch konkret eingesetzt werden konnte sie noch nicht bis heute Vormittag um 10 Uhr. Da hat Stadtpräsident Dolfi Müller mit seiner digitalen ID an der ersten blockchainbasierten Konsultativabstimmung in der Stadt Zug teilgenommen und diese damit eröffnet. Die Abstimmung umfasst zwei Ja-/Nein-Fragen und eine Frage mit mehreren Antwortmöglichkeiten. Inhaberinnen und Inhaber einer digitalen ID der Stadt Zug können noch bis am 1. Juli 2018 an der Abstimmung teilnehmen.

Wichtige Erkenntnisse erhofft

Die Stadt Zug will mit Hilfe dieser Abstimmung mit ihren Projektpartnern verschiedene sicherheitsrelevante Aspekte überprüfen. Im Vordergrund stehen der Persönlichkeitsschutz, das Abstimmungsgeheimnis, die Unveränderbarkeit der Abstimmung sowie die Prüf- und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse. Bei der Testabstimmung kommt eine innovative Verschlüsselungstechnologie zum Einsatz, welche einerseits die abgegebenen Stimmen anonymisiert und andererseits eine sichere Prüfung ermöglicht. Stadtpräsident Dolfi Müller jedenfalls zeigte sich heute morgen nach seiner Abstimmung beeindruckt: «Beim dezentralen E-Voting sind die Datensouveränität und die Transparenz für die Abstimmenden am höchsten, weil eine individuelle Nachvollziehbarkeit besteht.»

Die Auswertung der blockchainbasierten Testabstimmung und die Analyse der daraus gewonnenen Erkenntnisse erfolgt in den nächsten zwei Monaten. Über die Resultate werden die Projektpartner nach den Sommerferien informieren. Zwischenerhebungen sind gemäss Würmli keine vorgesehen. Bisher hätten sich rund 200 Personen eine digitale ID zugelegt. All diese und jene die sich noch bis am 29. Juni neu registrieren und dies auch beglaubigen lassen, können noch an der Abstimmung teilnehmen.

Firma will Ausbreitung des E-Votings fördern

Entwickelt wurde das E-Voting-System von der global tätigen, börsenkotierten IT-Unternehmung Luxoft in Zusammenarbeit mit der Stadt Zug und dem Departement Informatik der Hochschule Luzern. Die E-Voting-Plattform der in Zug ansässigen Luxoft soll gemäss den Angaben des Unternehmens in Zukunft «Open Source» ausgestaltet werden. Was bedeutet, dass sie durch die Offenlegung des Quellcodes kostenlos von Dritten genutzt und weiterentwickelt werden kann.

Vasily Suworow, Chief Technology Officer bei Luxoft, erklärte diesen Schriff wie folgt: «Es bestehen Bedenken hinsichtlich der elektronischen Stimmabgabe, da Abstimmungen ein grundlegender Mechanismus für die direkte Demokratie sind. Deshalb glauben wir, dass diese Technologie nicht einem einzigen Unternehmen gehören sollte.» Das Unternehmen wollen damit mehr Menschen ermutigen, blockchainbasierte Anwendungen für Regierungen weltweit zu entwickeln.» Die Stadt begrüsst diesen Schritt. Damit werde ein wichtiger Beitrag zur Diskussion über E-Voting-Systeme geleistet, so Stadtschreiber Martin Würmli auf Nachfrage.

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