ZUG: Ägerital plant ein 36-Millionen-Bad

In Oberägeri direkt am See soll ein Erlebnis- und Familienbad realisiert werden. Über den 36-Millionen-Kredit befindet das Stimmvolk an der Urne.

Drucken
Teilen
So sieht das beheizte Aussenbecken des geplanten Ägeribads aus. (Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern)

So sieht das beheizte Aussenbecken des geplanten Ägeribads aus. (Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern)

Direkt am Ufer des Ägerisees ist ein neues Familien- und Erlebnisbad geplant. Die Gemeinden Oberägeri und Unterägeri haben am Donnerstag über das 36-Millionen-Franken-Projekt informiert.

Geplant ist laut Mitteilung ein Bad für Schulen, Schwimmbegeisterte, Vereine, Familien, aber auch für ältere Menschen und Prestigeanhänger. «Kein Luxusbau, sondern ein Bad für alle», so die Gemeinden. Sie erhoffen sich mit dem Bad einen Schub für den Tourismus und eine Steigerung der Attraktivität des Tals.

Holz dominiert

Der zweistöckige Bau besteht aus verschiedenen Innen-Schwimmbecken sowie einem beheizten Aussenbecken, einem Kinderplanschbecken, einer Rutschbahn, einem Restaurant sowie diversen Umkleide- und Massageräumen. Der Umwelt zuliebe spielt der Baustoff Holz eine zentrale Rolle.

Das neue Bad ist an den Öffentlichen Verkehr angebunden. Vorgesehen im Projekt sind 48 Parkplätze. Weitere 240 Parkplätze sind innerhalb von drei bis fünf Minuten erreichbar.

Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern
9 Bilder
Sicht auf das Ägeribad (Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern)
Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern
Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern
Diese Wiese soll verschwinden. (Bild: Leserbild Edgar Meier)
Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern
Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern
Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern
Bild: Google Maps

Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern

Jährliche Kosten: 1,7 Mio. Franken

Oberägeri beteiligt sich mit 21 Millionen Franken am Bau, Unterägeri mit 15 Millionen Franken. Abgestimmt wird am 22. Juni. Beide Gemeinden haben diesen Betrag in die jeweilige Investitionsplanung einfliessen lassen und können ihn ohne Erhöhung des Steuerfusses bezahlen. Für die Oberägerer kommt auch noch ein Kredit in der Höhe von 2,5 Millionen Franken für die Sanierung der Seebadi an die Urne. «Der Bau und der Betrieb des Bades wird vollumfänglich einer privatrechtlichen Aktiengesellschaft übergeben», sagt Pius Meier, Gemeindepräsident von Oberägeri.

«Wir erwarten jährliche Kosten in der Höhe von 1,047 Millionen Franken für Oberägeri und 698’000 Franken für Unterägeri. Dies basiert auf dem Verteilschlüssel 60 Prozent für Oberägeri und 40 Prozent für Unterägeri. Dieser Kostenteiler wurde bereits bei früheren gemeinsamen Projekten angewendet. Das Grundprinzip: 30 Prozent Standortgemeinde und 70 Prozent der Kosten nach Bevölkerungsanteil», erklärt der Gemeindepräsident von Unterägeri, Josef Ribary.

Neue Wasserball-Hochburg

Auch der national erfolgreiche Wasserballverein SC Frosch Ägeri profitiert vom Ägeribad – allen voran die Junioren, welche künftig zu vernünftigen Zeiten trainieren und die Fahrten zu ausserkantonalen Trainingsstätten streichen können. Sämtliche Trainings- und Nationalliga A-Spiele können im Ägeribad ausgetragen werden.

rem

Hinweis: Die offizielle Informationsveranstaltung findet am 13. Mai um 19.30 Uhr in der Ägerihalle in Unterägeri sowie am 14. Mai um 19.30 Uhr in der Dreifachhalle Hofmatt in Oberägeri statt. Infos: www.aegeribad.ch