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ZUG: Akrobatinnen auf dem Eis

In diesen Tagen wird auf Schweizer Eis ruppiges Playoff-Eishockey gespielt. Die Eiskunstläuferinnen des Zuger Eislauf-Vereins (ZEV) boten am Samstagnachmittag das totale Kontrastprogramm.
Nils Rogenmoser
Die Nachwuchstalente der Gruppe Sternli begeisterte am Wochenende ein zahlreiches Publikum. (Bild: Maria Schmid (Zug, 11. März, 2017))

Die Nachwuchstalente der Gruppe Sternli begeisterte am Wochenende ein zahlreiches Publikum. (Bild: Maria Schmid (Zug, 11. März, 2017))

Nils Rogenmoser

redaktion@zugerzeitung.ch

Normalerweise würde er nun versuchen, das Eis zu brechen, verkündet der Moderator zu Beginn schmunzelnd, doch dies wäre in der Eishalle nicht optimal. Gut achtzig Mädchen nehmen am Schaulaufen teil – sie haben mit ihren Trainerinnen Küren eingeübt und perfektioniert.

Unverzichtbar ist die richtige Musikwahl. Die soll Bewegungen der Athletinnen unterstreichen und Stimmung schaffen. Nebst Soloküren werden auch Gruppenküren gefahren, wo die Mädchen zusammen ihre Dynamik und Koordination beweisen können.

Anspannung gehört dazu

Bereits seit 15 Jahren ist Jana Heim aus Zug im Zuger EislaufVerein (ZEV) dabei. Eiskunstlaufen ist ihre Leidenschaft: «Es ist eine Mischung aus Artistik, Ausdauer und Tanzen – das fordert mich heraus, und darum liebe ich diesen Sport. Untereinander haben wir im Verein einen tollen Spirit. Vor dem Auftritt machen wir ein gemeinsames Einfahren, das uns motiviert.»

Die 19-Jährige hat bereits viel erreicht und kann es kaum erwarten, aufs Eis zu gehen: «Obwohl heute kein Wettkampf ist, bin ich ein wenig angespannt, doch das gehört dazu.»

Das Publikum ist begeistert. Jede Kür verfügt über ihren eigenen Stil – dies wird auch anhand der Musik deutlich. Es wird vom federleichten «Halleluja» über tanzbare Swing-Musik bis zum poppigen «Hey Ya» gefahren. Auch Jana Heim überzeugt mit ihrer Kür. Mit bestechender Sicherheit führt sie anspruchsvolle Pirouetten und Sprünge aus – die Routine ist ihr anzusehen, und die gibt sie den Jüngsten weiter. Zwar sind bei diesen noch nicht alle Bewegungsabläufe aus einem Guss, doch sind auch ihre Auftritte voller Leidenschaft. Das Highlight des Schaulaufens kommt zum Schluss mit einer riesigen Gruppenkür. Eiskunstlaufen erfordert intensives Training. Noch etwas ausser Puste, erzählt die zehnjährige Anna Lombao: «Ich trainiere viermal die Woche und versuche, mich stetig zu verbessern. Mir gefällt dabei vor allem das Lernen neuer Sprünge und das Einstudieren einer Kür mit der Musik, die ich wähle.»

Eine finanzielle Herausforderung

Individuelle Trainingszeiten zu finden, sei problematisch, meint ihre Mutter Sara Koch, die im Vorstand ist. «Die Mädchen finden wegen der Schule erst am Abend Zeit für ihre Leidenschaft. Ebenfalls wird die Halle von der EVZ Academy fürs Eishockeytraining genutzt.» Sie fügt hinzu, dass die Finanzierung des Eises für den ZEV eine Herausforderung sei und man froh um Sponsoren wäre. Zu gönnen wäre es den motivierten Eiskunstläuferinnen.

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