ZUG: Aller guten Dinge sind drei

Anfang Mai wird Zug zum dritten Mal zur Stadt für Filmfans und Liebhabern von Gourmetmenus und Weintrouvaillen. Auch Schüler werden vom Genuss-Film-Festival profitieren können.

Charly Keiser
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Matthias Luchsinger, Geschäftsführer Genuss Film AG. (Bild: Beat Mumenthaler Photography)

Matthias Luchsinger, Geschäftsführer Genuss Film AG. (Bild: Beat Mumenthaler Photography)

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Zum dritten Mal findet in Zug das Genuss-Film-Festival statt. Es beginnt am Donnerstag, 4. Mai, und dauert acht Tage, bis am 11. Mai. Am Freitag, 12. Mai, startet der dreitägige Zuger Gluscht, der erstmals auch das Genusszelt des Festivals benutzen kann. «Die Abstimmung der beiden Anlässe haben wir zu Gunsten des Publikums vorgenommen», sagt Matthias Luchsinger, Geschäftsführer der Genuss Film AG und Mitglied des Vereins Gluscht Schweiz/Liechtenstein.

Der geänderte Start- und damit auch Schlusstag sind bei weitem nicht die einzige Neuerungen der diesjährigen Ausgabe. So ist nämlich der fotografische Showcase zur «Photo 17» in diesem Jahr im «Rathauskeller», wo die Fotos einen Monat gezeigt werden. Neu ist zudem die «Fiesta del Sabor» in der Zytclub-Bar mit Film, Cigarren und Whisky. Der Eröffnungstag endet in diesem Jahr mit der Opening-After-Party im Zytclub und der Schlusstag mit der Closing-After-Party in der Panorama-Schiff-Bar; und statt wie im letzen Jahr 120 fasst das Zelt nun 144 Plätze.

Kochen und Film im Fokus

Primär gehe es aber wie an den beiden ersten Genuss-Film-Festivals um filmische und kulinarische Höhepunkte, die während einer Woche in Zug geboten würden, betont Luchsinger. Und in diesem Jahr wird zum zweiten Mal ein Genuss-Award verliehen. Dies an eine Person, die sich durch ihre Arbeit in den Bereichen Film, Literatur und Medien rund um das Thema Genuss verdient gemacht hat. Der Gewinner ist «sehr bekannt», wie Luchsinger verrät. Bekanntlich trug 2016 der in Unterägeri aufgewachsenen Schauspieler Antoine Monot junior («Ein Fall für zwei», «Tatort») den Titel.

Auch Schüler aus der Stadt Zug kommen am diesjährigen Festival erneut auf ihre Kosten: Denn das Projekt «Kochen mit Zuger Schulklassen» wird zusammen mit «Gorilla», dem nationalen Programm zur Gesundheitsförderung der «Schtifti Foundation», erneut durchgeführt. Und dies an vier Vormittagen im Genusszelt.

Die vor den Essen im Zelt gezeigten Filme werden über Mittag im Kino Seehof gezeigt. «So ist das Thema ‹Kochen und Essen› dort garantiert die ganze Woche omnipräsent», sagt Luchsiner und fügt an: «Und dank der Filmtalks nach den Essen können die Besucher über die Filme und die Köche einiges erfahren.»

Die Köche des Festivals machen die Auswahl für Besucher schwer. Denn mit Jacky Donatz kommt unter anderem ein Starkoch nach Zug, der zusammen mit Zugs Kochkoryphäe Stefan Meier die Löffel schwingt. Und mit James Baron vom Hotel Tannenhof in St. Anton am Arlberg (A) ist erstmals ein Koch aus dem Ausland am Festival. Baron arbeitete als Souschef unter Starkoch Andreas Caminada und ist bekannt für seine Kreativität. Mit Bernadette Lisibach beehrt die Köchin des Jahres 2015 den Kanton Zug, deren Betrieb mit 16 Gault-Millau-Punkten bewertet wird.

Der Gönnerverein mit seinen aktuell 80 Mitgliedern ist ein wichtiger Pfeiler des Genuss-Film-Festivals. Dessen Präsident Roli Wismer sagt: «Ich kann den Beginn kaum abwarten.»