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ZUG: Alles dreht sich um den See

Eine Ausstellung im Doku-Zentrum liefert Schlagzeilen, Fakten und Bilder. Und fokussiert dabei auf einen Flecken im Kanton.
Martin Mühlebach
Sybilla Schmid, Leiterin des Doku Zug, und Fotograf Andreas Busslinger haben viel in die Ausstellung investiert. (Bild Werner Schelbert)

Sybilla Schmid, Leiterin des Doku Zug, und Fotograf Andreas Busslinger haben viel in die Ausstellung investiert. (Bild Werner Schelbert)

«Mit der Realisierung dieser Ausstellung ist für mich und mein Team ein mehr als fünfjähriger Traum in Erfüllung gegangen.» Mit diesen Worten eröffnete am Donnerstagabend Geschäftsführer Daniel Brunner die Ausstellung «Seesichten Zugersee» im Dokumentationszentrum Doku Zug. Rund 60 Personen fanden sich bei der Vernissage ein. In grosse Rahmen gefasst, lassen sich mit Illustrationen ergänzende Texte wie in einem Buch umblättern. Die Einzigartigkeit der Ausstellung besteht darin, dass der Besucher irgendwo einsteigen kann, um sich anhand von lokalen und nationalen Zeitungen und Zeitschriften, Flugblättern und Amtsschriften informativ, überraschend und kurzweilig mit den verschiedenen Aspekten des Zugersees auseinanderzusetzen. Mit der Ausstellung lasse sich auch die Einzigartigkeit der Dokumentationsstelle aufzeigen, so Brunner. «Als Ethnologe bin ich versucht zu sagen: Wir haben den Zugersee als ‹phénomène social total› als Punkt genommen, an dem wir einen Querschnitt durch die Region Zug – wenn nicht fast die ganze Welt – gemacht haben», so Daniel Brunner weiter.

Viele Erinnerungen

Die Zuger Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard, Vorsteherin der Direktion des Innern, bemerkte in ihrem Grusswort: «Mit der Einladung ‹Eine Ausstellung, die uns alle bewegt› ist eigentlich schon alles gesagt. Es treffender zu formulieren, ist nicht möglich.» Die Regierungsrätin liess es sich aber nicht nehmen, ihre persönliche Wahrnehmung des Zugersees kundzutun. Sie erzählte, wie sie als Siebenjährige – am Bodensee aufgewachsene – in den Ferien die Villette in Cham bewundert und sich gesagt habe: «Wenn ich gross bin, kaufe ich mir dieses Traumschloss.» Sie habe ihr Vorhaben zwar nicht realisieren können, dafür habe sie aber in ihrem Büro einen Blick auf den See, dessen verschiedene Stimmungen zu jeder Tages- und Jahreszeit sie immer wieder faszinieren. Der Zugersee sei für sie ein Ort der Ruhe und Besinnung, aber sie denke hin und wieder auch an die Vorstadtkatastrophe und die im See Ertrunkenen. Beim Gang durch die Ausstellung stosse sie auf viele Bilder und Texte von Ereignissen, mit denen sie als Regierungsrätin zu tun gehabt habe. «Es kommen dabei schöne Erinnerungen hoch, aber auch weniger schöne, bei denen Differenzen zwischen verschiedenen Interessengruppen ausgeräumt werden mussten.» Kantonsrätin Hanni Schriber-Neiger (ALG) aus Rotkreuz sagt: «Die Ausstellung beschert mir Aha-Erlebnisse, aber sie fördert auch neue Erkenntnisse zutage. So wird mir beispielsweise bewusst, dass die Bodenpreise am Seeufer in Risch ebenso teuer sind wie die an der Zürcher Goldküste.»

Verweise auf gut 150 Dossiers

Wer einen der verschiedenen Aspekte des Zugersees intensiver unter die Lupe nehmen will, wird auf gut 150 verschiedene Dossiers hingewiesen. Die Themenvielfalt reicht von den unvergleichlich schönen Sonnenuntergängen über die Lebensgrundlage für verschiedene Tier- und Pflanzenarten bis hin zu weit weniger erfreulichen Vorkommnisse. Die zum grössten Teil vom Baarer Fotografen Andres Busslinger geschossenen, aussagestarken Bilder lösen beim Betrachter die unterschiedlichsten Emotionen aus.

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