ZUG: Alter Bekannter übernimmt das Zepter im Gotthardhof

Seit zehn Tagen ist das Restaurant Gotthardhof geschlossen. Es wird in einem Monat wieder eröffnet. Klar ist, wer neu das Ruder führt. Ein Datum bleibt aber noch ein Geheimnis.

Charly Keiser
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Seit gestern ist im «Gotthardhof» ersichtlich, wer künftig die Gäste des Restaurants und der Bar im Sous-Sol begrüssen und bedienen wird. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. März 2017))

Seit gestern ist im «Gotthardhof» ersichtlich, wer künftig die Gäste des Restaurants und der Bar im Sous-Sol begrüssen und bedienen wird. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. März 2017))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Seit dem Fasnachtsamstag sind die Türen des Restaurant Gotthardhof und der Bar im Sous-Sol geschlossen (Ausgabe vom 25. Februar). Nevzad Osmani, besser bekannt als Nevi, hat den Familienbetrieb gekündigt. Während er für die Bedienung der Gäste verantwortlich war, kochte seine Gattin die Speisen, und auch seine Kinder waren oft arbeitend im «Gotthardhof» anzutreffen.

«Ja, es stimmt, Nevi hört auf», bestätigt Raffael Weidmann von der gleichnamigen Immobilienfirma, der die Lokalitäten gehören. «Aufgrund des Persönlichkeitsschutzes», will Weidmann nicht auf den Grund der Beendigung des Mietverhältnisses eingehen – sagt aber: «Womöglich ist es ja gar nicht so schlecht, wenn nach zwölfeinhalb Jahren ein Wirtswechsel erfolgt.»

Wiedereröffnung im April

Bereits ist klar, wann der «Gotthardhof» wieder eröffnet und wer der neue Gastgeber sein wird. Mit Claudio Savi schwingt ab dem 8. April ein alter Bekannter der Zuger Restaurantszene künftig das Zepter im «Gotthardhof» und der Bar im Untergeschoss. Savi betreibt nämlich seit neun Jahren das Restaurant und Bar «im Hof» in der Altstadt. Und dieses wird Claudio Savi auch künftig behalten, wie er verrät. «Im Hof» würden seine bewährten Stellvertreter zu Beginn die Hauptarbeit verrichten, damit er sich «voll und ganz einem guten Start im ‹Gotthardhof›» widmen könne, sagt Savi. «Und eine grosse Hilfe ist natürlich auch meine Freundin Sonja Berchtold, die für mich den grössten Teil der Administration erledigt.»

Bereits engagiert für den neuen Betrieb habe er einen jungen, 24-jährigen Koch und einen Pizzaiolo, führt Savi aus. Und er freue sich sehr, nach 32 Jahren wieder als Küchenchef in einer grossen Küche arbeiten zu können. Denn die Küche «im Hof» sei klein und es gebe dort darum entsprechende Limiten.

Frische und saisonale Küche

Gefragt nach dem Konzept antwortet der Italiener, der in Italien gleichzeitig vier Betriebe geführt hat: «Wir sind kein Familienbetrieb, und ich werde das Angebot darum erweitern. Es wird wie bisher ein Fokus auf die mediterrane Küche gelegt, aber es kann durchaus auch einmal Rösti geben.» Verarbeitet würden durchwegs frische und saisonale Produkte, was wohl auch dem bisherigen Kunden munden werde. Nebst einem Business-Lunch, einer Pizza und einer glutenfreien Mahlzeit stünden jeweils am Mittag zwei bis drei weitere Menüs auf der Karte, verrät Savi und resümiert: «Mein Ziel ist, gutes Essen zu einem normalen Preis für alle anzubieten.»

Im Moment erhält der «Gotthardhof» ein Facelifting inklusive eines Services aller Geräte, sagt Raffael Weidmann. Und wann wird die Bar im Sous-Sol wieder ihren Betrieb aufnehmen? «Das kann einige Wochen dauern», sagt Claudio Savi. «Ich gebe mir nämlich genug Zeit, um mich vollumfänglich dem neuen ‹Gotthardhof› zu widmen, der künftig auch wieder schlicht und einfach ‹Gotthardhof› heisst und neu ein Nichtraucherlokal ist.» Und wie heisst die Bar im Untergeschoss, wenn sie dann wieder eröffnet wird? «G-Bar, wie früher.»