ZUG: Alternativ-Grüne schliessen Sivaganesan aus

Die Alternativ-Grünen der Stadt Zug haben am Mittwochabend entschieden, ihr Mitglied Rupan Sivaganesan aus der Partei auszuschliessen. Bereits im Februar wurde der 32-Jährige aus der Alternativ-Grünen Fraktion des Zuger Kantonsrates geworfen.

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Rupan Sivaganesan, hier bei einer Podiums-Diskussion 2010 um den Kredit zum Neubau des Jugendlokals Galvanik. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Rupan Sivaganesan, hier bei einer Podiums-Diskussion 2010 um den Kredit zum Neubau des Jugendlokals Galvanik. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Ausschluss aus der Partei wurde an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung der Alternative-die Grünen (ALG) der Stadt Zug beschlossen, wie die Partei am Abend in einem Communiqué mitteilte. Die Parteimitlieder taxierten das Handeln von Sivaganesan im Rahmen verschiedener Vorkommnisse sowie dessen Umgang mit Kritik als parteischädigend.

So sei Sivaganesan an der 1. Mai-Feier beim Ausschluss einer ausländischen Gruppierung und bei einem Rayonverbot für einen Redner involviert gewesen. Weiter habe sich Sivaganesan im Vorfeld der Wahlen 2010 nicht an Abmachungen des Wahlausschusses gehalten und sich unsolidarisch gegenüber Mitkandidierenden gezeigt, begründeten die Alternativ-Grünen den Ausschluss ihres Parteimitglieds.

Auch für den Rauswurf aus der Kantonsratsfraktion war das "gestörte Vertrauensverhältins" verantwortlich. Leider sei es nicht möglich gewesen, das persönliche Vertrauen wieder herzustellen, sagte Fraktionspräsident Stefan Gisler damals. Nähere Angaben wollte er nicht machen.

Sivaganesan, der für eine NGO arbeitet, sitzt seit 2007 im Kantonsrat und im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug. Ob sich der Zuger mit tamilischen Wurzeln nun einer anderen Partei anschliesst, ist unklar.

(sda)