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ZUG: Angriff auf Zuger Denkmalpflege gescheitert

Der Angriff auf die Zuger Denkmalpflege ist im Kantonsrat gescheitert: Eine Mehrheit wehrte sich dagegen, dass ein Haus künftig nur noch dann unter Denkmalschutz gestellt werden darf, wenn der Eigentümer damit einverstanden ist.
Das Haus an der Ecke Rigi- und Gartenstrasse wurde unlängst und gegen den Willen der Eigentümerin unter Denkmalschutz gestellt. (Bild Stefan Kaiser)

Das Haus an der Ecke Rigi- und Gartenstrasse wurde unlängst und gegen den Willen der Eigentümerin unter Denkmalschutz gestellt. (Bild Stefan Kaiser)

Der Vorstoss kam von drei Kantonsräten von FDP und SVP. Die Denkmalpflege wäre damit faktisch ausgehebelt worden.

Der Regierungsrat lehne diese Forderung dezidiert ab, sagte die zuständige Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard (Alternative - die Grünen). Dies könnte zu einem Verlust wertvoller baukultureller Zeugen im Kanton führen.

Stattdessen schlägt die Regierung vor, im Gesetz neu die Möglichkeit zu schaffen, Denkmäler mittels vertraglicher Vereinbarung zwischen Eigentümerschaft und Behörde zu schützen. Eine Mehrheit des Kantonsrates folgte dem Antrag der Regierung. Die Einführung eines solchen Instrumentes wird nun im Rahmen einer Teilrevision des Denkmalschutzgesetzes geprüft.

Neuorganisation der Denkmalpflege

In einem weiteren Vorstoss forderten die gleichen drei Kantonsräte eine Neuorganisation der Denkmalpflege. Weichelt-Picard räumte ein, dass in der Denkmalpflege in der Vergangenheit nicht immer optimal gearbeitet und kommuniziert worden sei. Dies sei erkannt worden.

Seit September 2014 hat der Kanton Zug mit Franziska Kaiser aber eine neue Denkmalpflegerin. Weichelt-Picard appellierte denn auch an den Kantonsrat: «Gebt der neuen Denkmalpflegerin eine Chance.»

Der Kanton Zug überarbeitet momentan sein Inventar schützenswerter Denkmäler. Die flächendeckende und systematische Überarbeitung soll bis 2018 abgeschlossen sein, wie Weichelt-Picard sagte.

Neu soll der Auftrag zur periodischen Aktualisierung des Inventars in das Denkmalschutzgesetz aufgenommen werden. Eine Mehrheit des Kantonsrats folgte auch diesem Antrag der Regierung.

Erst in der letzten Budgetdebatte hatte der Kantonsrat der Denkmalpflege 10 Prozent des Budget gestrichen.

sda

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