Zug arbeitet an einem Integrationsgesetz

Der Regierungsrat des Kantons Zug hat den Entwurf eines Integrationsgesetzes in die Vernehmlassung gegeben. Das Gesetz soll eine Grundlage für ein stärkeres Engagement des Kantons in der Integrationspolitik bieten.

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Die Vernehmlassung dauert bis Ende März 2011. Durch das neue Gesetz soll der Kanton Zug die Integrationspolitik besser steuern können. Das Gesetz bindet sowohl die Migrationsbevölkerung wie auch die einheimische Bevölkerung in den Integrationsprozess ein. Das Gesetz sieht verschiedene Integrationsmassnahmen vor, damit das Potential der Migrationsbevölkerung gefördert und genutzt werden kann. Durch eine bessere Integration können nicht zuletzt auch Kosten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen gespart werden, wie der Kanton Zug in einer Medienmitteilung schreibt.

Integration besser koordinieren
Der Zuger Regierungsrat ist zudem damit einverstanden, dass die Zentralschweizer Kantone bei der Integrationspolitik enger zusammenarbeiten sollen. Die Zentralschweizer Kantone sind gerade dabei, gemeinsame Richtlinien zu erarbeiten. Integration wird darin als Aufgabe verstanden, die in allen gesellschaftlichen Bereichen wirkt. Nebst der Eigenverantwortung der Zugewanderten für ihre Teilnahme am gesellschaftlichen Leben soll auch die Aufnahmebereitschaft der Gesellschaft gefördert werden. Die Verantwortung für die Integrationsförderung liegt bei den jeweils zuständigen Personen in den bestehenden Institutionen (z.B. im Bildungswesen, im Gesundheitswesen, in der Arbeitsintegration).

pd/das