ZUG: Archäologen machten aufsehenerregende Funde

Ein keltisches Grab, Spuren von Bronzezeit-Siedlungen und ein Schiffswrack aus dem Mittelalter: Die Zuger Archäologen und Denkmalpfleger haben im vergangenen Jahr verschiedene aufsehenerregende Funde gemacht,

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Verzierung einer Gürtelzunge aus dem eisenzeitlichen Grab in der Klostermatt in Cham. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Verzierung einer Gürtelzunge aus dem eisenzeitlichen Grab in der Klostermatt in Cham. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Ein keltisches Grab, Spuren von Bronzezeit-Siedlungen und ein Schiffswrack aus dem Mittelalter: Die Zuger Archäologen und Denkmalpfleger haben im vergangenen Jahr verschiedene aufsehenerregende Funde gemacht, wie die Direktion des Innern am Mittwoch mitteilte.

Als kleine Sensation bezeichnet wird die Entdeckung eines Grabs aus keltischer Zeit in Cham. Die dort bestattete Frau muss um 280 vor Christus gelebt haben.

Ebenfalls einen ungewöhnlichen Fund machten vier Sporttaucher im Zugersee: In 42 Metern Tiefe stiessen sie auf Reste eines Schiffswracks . Untersuchungen machten klar: Es handelte sich um einen Einbaum aus dem 14. Jahrhundert.

Beim Ennetsee stiessen die Forschenden auf Überreste eines mittelalterlichen Dorfes. Zudem entdeckten sie Spuren einer bronzezeitlichen Niederlassung.

Beim Alpenblick in Cham, wo bei der Rettungsgrabung 2009/2010 Überreste von fünf Pfahlbaudörfern gefunden worden waren, kamen letztes Jahr reich verzierte Keramikgefässe, Schmuck, Glas und Bronzeteile aus frühbronzezeitlichen Pfahlbaudörfern zum Vorschein. Sie geben einen Einblick ins Leben vor 3600 Jahren.

Auch an anderen Stellen fanden die Wissenschaftler Zeugen einstigen Lebens. Im Rahmen der regen Bautätigkeit im Kanton waren verschiedene Rettungsgrabungen nötig.

Hinweis:
Stefan Hochuli, Leiter des Amts für Denkmalpflege und Archäologie Zug, präsentiert am Sonntag, 19. Januar um 15.30 Uhr in der Aula des Wilhelm-Gebäudes (vis-à-vis Museum für Urgeschichten) die archäologischen Höhepunkte. Der Eintritt ist frei.