ZUG: Asphalt vermiest die Wanderfreude

Immer mehr offiziell markierte Wanderwege sind mit einem Hartbelag versehen. Der Kanton müsste für Ersatz sorgen. Oft sind ihm aber die Hände gebunden.

Silvan Meier
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So macht Wandern Spass: Arthur Meier, Präsident des Vereins Zuger Wanderwege (links), ist zusammen mit Vereinskollegen unterwegs auf einem neuen Wanderweg in Oberägeri. (Bilder Werner Schelbert)

So macht Wandern Spass: Arthur Meier, Präsident des Vereins Zuger Wanderwege (links), ist zusammen mit Vereinskollegen unterwegs auf einem neuen Wanderweg in Oberägeri. (Bilder Werner Schelbert)

Über 42 Prozent der Zuger Wanderwege sind mit einem Hartbelag versehen. Das zeigt eine Statistik des Verbands Schweizer Wanderwege. Damit liegt Zug deutlich über dem Schweizer Schnitt von gut 25 Prozent. Schlechter schneiden lediglich die Kantone Genf und Glarus ab.

Wanderfreunde ärgern sich über den harten Untergrund. Asphalt schmälert den Wanderspass und ist für die Gelenke auch nicht unbedingt gesund. Immer wieder erhält der Verein Zuger Wanderwege, der sich ums kantonale Wegnetz kümmert, deshalb Reklamationen – und leitet sie der Fachstelle für Fuss- und Wanderwege bei der kantonalen Baudirektion weiter. Zwar wäre der Kanton verpflichtet, asphaltierte Wege zu ersetzen. Doch ihm sind weitgehend die Hände gebunden, weil die betroffenen Landbesitzer ihren Grund und Boden nicht für Wanderwege hergeben wollen.