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ZUG: Asylbewerber fühlt sich von der Polizei bestohlen

Die Polizei nimmt einem Äthiopier bei einer Kontrolle Bargeld und Geräte ab. Er protestiert dagegen. Doch das Vorgehen ist so üblich.
Christian Glaus
Die Polizei stellte neben Betäubungsmitteln und elektronischen Geräten auch viel Bargeld sicher. (Symbolbild Keystone)

Die Polizei stellte neben Betäubungsmitteln und elektronischen Geräten auch viel Bargeld sicher. (Symbolbild Keystone)

Der 26-jährige Simon T. (Name der Redaktion bekannt) ist wütend auf die Zuger Behörden. «Die Polizei hat mich bestohlen», schimpft er. Der Grund: Bei einer Razzia in der Asylunterkunft Bösch in Hünenberg nahm ihm die Polizei einen Laptop, drei Handys und Bargeld ab. Die Polizei durchsuchte die Unterkunft, weil sie Hinweise auf Drogenhandel hatte. Doch Simon T. betont, nichts damit zu tun zu haben: «Ich bin nicht kriminell», sagt er in gebrochenem Deutsch.

Bei der Zuger Polizei bestätigt man, dass Simon T. im Zuge der Razzia Geräte und Bargeld abgenommen wurden. Das sei so üblich. Bei einer Durchsuchung werde in der Regel sämtliches Material mitgenommen. Die Polizei kläre dann die Herkunft der Gegenstände ab. «Wenn sich herausstellt, dass die Geräte nicht gestohlen sind, werden diese wieder zurückgegeben», sagt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden. Anders sieht es beim Bargeld aus. Dieses wird eingezogen und als Nothilfe ausbezahlt. 8 Franken pro Tag. Im Fall von Simon T. heisst das, dass er sich während gut 15 Tagen die Nothilfe quasi selber finanziert. «Der Staat hat keine gesetzliche Grundlage, jemanden mit Nothilfe zu unterstützen, der Geld besitzt», begründet Regierungsrätin Manuela Weichelt das Vorgehen.

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