ZUG: Auf dem Weg zu einer neuen Datendrehscheibe

Kanton und Gemeinden sollen künftig Grundstücksdaten besser austauschen können – dank eines IT-Projekts.

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An einen Server angeschlossene Datenkabel. Laut dem Luzerner Datenschützer braucht es mehr Personal, um den Datenschutz zu kontrollieren. (Bild: AP Photo)

An einen Server angeschlossene Datenkabel. Laut dem Luzerner Datenschützer braucht es mehr Personal, um den Datenschutz zu kontrollieren. (Bild: AP Photo)

Mit dem Abschluss des Projekts «Objektdaten» per Ende 2016 wird der Austausch von Daten über Grundstücke, Bauten und Infrastrukturen zwischen dem Kanton und den Gemeinden künftig verbessert und vereinfacht. Das teilt die Direktion des Innern in einem Schreiben mit. Die neue Datendrehscheibe erlaube es dem Kanton sowie den Zuger Gemeinden, wichtige Grundstücksinformationen automatisiert zu beziehen. Das Projekt ist Teil der Informatikstrategie Kanton–Gemeinden.

Bisher war die Verarbeitung anders geregelt. So wurde sowohl auf Gemeinde- wie auch auf Kantonsebene über Jahrzehnte hinweg eine Vielzahl von Objektdaten gesammelt. Dabei erfassten und definierten die jeweiligen Verwaltungseinheiten ihre Daten mit den unterschiedlichsten Systemen, was laut der Direktion des Innern zu Mehraufwand, Doppelspurigkeiten und Rechtsunsicherheit führte. Eine Analyse habe gezeigt, dass im Kanton und in den elf Zuger Einwohnergemeinden über 130 Datensammlungen zum Thema Objektdaten existieren. Gestützt auf einen Regierungsratsbeschluss vom 8. April 2008 betreffend E-Government und eine Grundsatzvereinbarung vom 22. Januar 2009, die eine engere IT-Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Zug und den Einwohnergemeinden definiert, wurde im Jahr 2012 schliesslich das Projekt «Objektdaten» lanciert.

Umsetzung in enger Zusammenarbeit

Das Projekt konnte nun Ende Dezember 2016 unter Federführung der Direktion des Innern in enger Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden unter den budgetierten Kosten und termingerecht abgeschlossen werden. «Über die im Projekt realisierten Dienste können die kantonalen Fachstellen und die gemeindlichen Baubehörden nun sämtliche relevanten Grundstücksinformationen wie Gebäudeadresse, Fläche und Bodenbedeckung direkt und automatisiert vom Kanton beziehen und in ihre Fachanwendung einbinden», führt man seitens der Direktion des Innern aus.

Mit dem Begriff «Bodenbedeckung» sind beispielsweise Strassen, Wege, Äcker, Wiesen, Weiden, Gewässer oder Wald gemeint. Für die Nachführung der Daten, welche über die IT-Dienste angeboten werden, ist die jeweilige Dateneigentümerin zuständig. (red)