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ZUG: Aufmerksamer durch den Alltag

Das im vergangenen September erschienene Buch «Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zug» soll den Zugang zu den verschiedenen Kunstwerken ermöglichen. Nun wird noch ein weiterer Schlüssel geboten.
Daniela Sattler
Karen Geyer (mit Hut) erwartet die Tourteilnehmer vor der Bibliothek. (Bild: Maria Schmid (Zug, 29. Juli 2017))

Karen Geyer (mit Hut) erwartet die Tourteilnehmer vor der Bibliothek. (Bild: Maria Schmid (Zug, 29. Juli 2017))

Daniela Sattler

redaktion@zugerzeitung.ch

Zahlreiche international bekannte, lokal etablierte und aufstrebende junge Künstler führen im öffentlichen Raum der Stadt Zug mit ihren Werken einen facettenreichen Dialog zwischen Kunst und Architektur. Ihre Kunst – mehr als 100 Werke – können in sehr unterschiedlicher Weise wahrgenommen werden. Im vergangenen September gaben die Stelle für Kultur der Stadt Zug und das Bauforum Zug das Buch «Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zug» heraus. Die Publikation beleuchtet dieses Zusammenspiel von Kunst und Architektur mit Essays aus kunsthistorischer, architektonischer und historischer Sicht.

Seit März 2017 finden ausserdem jeden letzten Samstag im Monat unentgeltliche Führungen zu den im Buch vorgestellten Kunstwerken statt. Die Künstlerin und Kulturvermittlerin Karen Geyer sowie Mercedes Lämmler, Mitarbeiterin bei der Stelle für Kultur, empfangen die Teilnehmer um 11 Uhr vor der Bibliothek Zug. Das Wetter spielt an diesem Tag mit, und die rund 25 Kunstinteressierten können sich bei angenehmen Temperaturen auf den Weg machen.

Unterschiedlich schräg verlaufende, sich kreuzende Linien gliedern die Mauern des Zuger Kunsthauses so, dass verschiedene drei- und viereckige Flächen entstehen. Die Besprechung des Werks «Ouverture», das 2010 von Platino alias Georg Röger zur Ausstellung «Linea» geschaffen wurde, bildet den Auftakt der Besichtigungstour, bei der Geyer eine Auswahl an Wandarbeiten vorstellt, die sich auf die Sprache von Farben und Formen konzentrieren. «In kaum einem anderen Ort der Schweiz gibt es ein so grosses und vielfältiges Konzentrat von Kunst im öffentlichen Raum wie in Zug», erklärt Geyer. Es würden immer wieder Kunstwerke für den öffentlichen Raum geschaffen, da man Kunst vermehrt in die Gestaltung von neuen Orten – beispielsweise Plätzen oder Gebäuden – einbinde, verrät derweil Lämmler.

«Ich gehe so häufig an diesen Kunstwerken vorbei»

Von der flächigen Wandgestaltung Platinos führt der Weg zur Metalli-Überbauung, wo die riesige Plastik von Matt Mullican in die dritte Dimension einführt. Farben und Formen sind, wie sich bei dieser Führung zeigt, auch Vorlieben von Mullican, dessen international breit diskutiertes Schaffen sich allerdings weitgehend gängigen Kunstkategorisierungen und Zuordnungen entzieht. Die Führung endet am See, wo Maria Bettina Cogliatti mit ihrem «Trompe-l’œil» (Augentäuschung) auf der Seitenwand des gedeckten Fussweges vom Alpen- zum Vorstadtquai in einer geometrischen Anordnung auf 112 Metern die Farben zelebriert: den Tagesablauf darstellend in wärmeren und kühleren Tönen. «Ich gehe ja so oft an diesen Kunstwerken vorbei. Nun hat sich mir eine neue Welt eröffnet», ­erklärt eine Teilnehmerin am Schluss der Führung strahlend. Und sie versichert, sie werde die nächste Führung bestimmt auch besuchen.

Hinweis

Weitere Führungen: 26. August, 30. September, 28. Oktober, 25. November. Die Führungen sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist jeweils vor dem Eingang zur Bibliothek Zug. Die Publikation zu den Führungen, «Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zug», ist im Buchhandel erhältlich.

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