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ZUG: Aussage gegen Aussage in Missbrauchs-Prozess

Hat ein Mann über Jahre hinweg seine Stieftochter vergewaltigt? Auch am zweiten Verhandlungstag vor dem Strafgericht gibt es keine Klarheit.
Kantonsgericht in Zug (Symbolbild). (Archivbild Werner Schelbert / Neue ZZ)

Kantonsgericht in Zug (Symbolbild). (Archivbild Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Vorwürfe gegen einen 40-jährigen Musiker, der aus der Karibik stammt, sind happig: Gemäss Anklage soll der Beschuldigte in einem Zeitraum von vier Jahren seine Stieftochter in der Altersspanne von 12 bis 16 zwischen 400 bis 1000 Mal sexuelle Übergriffe verübt, in zwei Dritteln der Fälle Geschlechtsverkehr erzwungen zu haben. Mit 14 war die Stieftochter schwanger, das Kind wurde abgetrieben. Der Vater des Kindes, so kommt die Anklage zum Schluss, war der nun Angeklagte.

Am zweiten Prozesstag vor dem Zuger Strafgericht hatten die Staatsanwältin und der Verteidiger ihre Plädoyers. Die Anklage fordert acht Jahre Freiheitsstrafe, die Verteidigung glaubt, einen Freispruch erwirken zu können. Der Haken am ganzen Verfahren: Es gibt keine Zeugen, es steht Aussage gegen Aussage.

Christian Volken

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