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ZUG: Autos kommen Kindern in die Quere

Auf dem Schulhausplatz in Oberwil sind oft viele Autos parkiert. Viel zu viele sagt eine Mutter und verlangt, dass der Platz wieder primär den Kindern gehören soll.
Charly Keiser
Gleich wird ein Auto den Schulhausplatz verlassen, derweil die Kids weiter Fussball spielen. (Bild Charly Keiser)

Gleich wird ein Auto den Schulhausplatz verlassen, derweil die Kids weiter Fussball spielen. (Bild Charly Keiser)

Charly Keiser

Sie beobachte seit geraumer Zeit, dass der Dorfjugend der Schulhausplatz erneut weggenommen werde, schreibt die Oberwilerin Claudia In-Albon in einer E-Mail an den Stadtrat und spricht die Vertreibung der Oberwil-Rebells vor einigen Jahren von eben diesem Platz an (Ausgabe von gestern). «Weggenommen» werde der Platz den Kids heute von parkierten Autos, weil die Stadt mit Spezialbewilligungen zur Nutzung des Schul- und Pausenplatzes als Parkplatz sehr grosszügig hantiere, findet In-Albon. «Es kann doch nicht sein, dass die Kinder wieder die Leidtragenden sind und vielen Anlässen wie etwa Trainings von Vereinen in der Turnhalle und Proben der Dorfmusik, Kirchenanlässen sowie Badegästen Vorrang gewährt wird und die Teilnehmer ihre Autos hier abstellen können», nervt sich die Mutter eines 12-jährigen Sohnes und betont: «Die Kinder haben im Dorf keine einzige andere Möglichkeit, auf einer verkehrsfreien, grossen, flachen Fläche Velo zu fahren, Streethockey oder Fussball zu spielen, mit der Strassenkreide zu zeichnen oder einfach mit Schulkollegen abzuhängen.» Zudem könnten die ­Tellenörtli-Badebesucher während der Sommerferien an sieben Wochenenden den Pausenplatz als Parkplatz benützen, ergänzt sie. «Es ist aber so, dass es schon lange und längst nicht mehr bei dem bleibt», sagt In-Albon und fügt an. «Der Platz wird an Feiertagen, Wochentagen und an Wochenenden mit schönem Wetter dauernd als Parkplatz benutzt. Das ist das Problem.» Es habe rund um die Schule genügend Parkiermöglichkeiten, ergänzt die 44-Jährige und zählt auf: «Es gibt den offiziellen Parkplatz bei der Schule, Plätze in der Angelgasse, der Tellenmattstrasse und der Stolzengrabenstrasse.» Ausserdem seien die ÖV-Verbindungen von und nach Oberwil ausgezeichnet.

Generelles Fahrverbot

Im Dezember 2006 habe der Stadtrat ein generelles Fahrverbot für den Schulhausplatz Oberwil verfügt, sagt die zuständige Bildungschefin Vroni Straub und ergänzt: «An diesem Fahrverbot hält der Stadtrat fest.» Es sei ihm wichtig, auf allen Schulhausplätzen der Stadt den Kindern möglichst viel Freiraum geben zu können. Zudem sollten die Schulhausplätze durch die Quartierbevölkerung genutzt werden können. Straub betont: «Die Nutzung ist in der ganzen Stadt einheitlich geregelt.»

Doch warum sind die Plätze der anderen Schulhäuser in der Stadt – wie zum Beispiel im Burgbachschulhaus, wo früher auch Autos parkiert werden durften – für Autos tabu und jener in Oberwil nicht? «In Oberwil ist bei schönem Wetter und regem Badebetrieb die Parkplatzsituation sehr knapp. Wir wollen auch nicht, dass sich die Autos in die Wohnquartiere verteilen», beantwortet Vroni Straub die Frage. Es mache deshalb Sinn, an wenigen Sonntagen im Sommer eine Parkiermöglichkeit zu bieten. Die Situation im Burgbachschulhaus sei zudem nicht vergleichbar. Neben den sieben Sonntagen für die Badegäste würden in Oberwil für grosse kirchliche Anlässe oder Konzerte in der Bruder-Klaus-Kirche einige wenige Ausnahmebewilligungen erteilt, präzisiert Straub. «Für kommerzielle oder private Anlässe etwa im Restaurant Kreuz wird keine Parkerlaubnis erteilt.» Eine Anzahl Sonderparkkarten hätten lediglich einige Mitglieder der Oberwiler Dorfmusik, die in unregelmässigen Abständen am Montagabend in der Zivilschutzanlage proben würden. «Da es sich nur um wenige Fahrzeuge handelt – die notabene im hinteren Teil des Platzes abgestellt werden – kann der Pausenplatz problemlos weiter benützt werden.»

«Da gehört ein Schlagbaum hin»

Claudia In-Albon zeigt Verständnis für die Idee des Stadtrats, wie sie betont. «Doch leider funktioniert dieses gut gemeinte Regime nicht», sagt sie. Die auf dem Platz gut sichtbar parkierten Autos würden geradezu dazu verleiten, dass andere Autofahrer unbewilligt und auch auf dem vorderen Teil des Platzes an vielen Tagen ihre Wagen hinstellten, sagt In-Albon und fügt an: «Es gibt nur eins: Da gehört ein Pfosten oder Schlagbaum hin, der nur während der angesprochenen Ausnahmefälle geöffnet ist. Mit der jetzigen Situation schiebt der Stadtrat den Schwarzen Peter einfach der Polizei und den Kindern zu. Und das kann es nicht sein.»

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