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ZUG: Bald geht es auf die Pirsch

Morgen beginnt die Jagdsaison. Bis zum 26. September sind die 155 Jäger im ganzen Kanton dem Rotwild auf der Spur und hoffen auf Weidmannsheil.
Luzia Blum
Die Zuger Jäger sind bereit für die Saison. (Symbolbild: Dominik Wunderli)

Die Zuger Jäger sind bereit für die Saison. (Symbolbild: Dominik Wunderli)

Luzia Blum

redaktion@zugerzeitung.ch

Mit der Hirschjagd beginnt morgen Samstag im Kanton Zug die Jagdsaison. Während 15 Tagen werden insgesamt 155 Jägerinnen und Jäger dem Rotwild waidwerken. Um das Abschussziel von 27 Tieren zu erreichen, darf erstmalig neben Montag, Mittwoch und Samstag auch am Dienstag gejagt werden. Zur Beurteilung des Waldes, des wichtigsten Lebensraums für das Rotwild, wurden im vergangenen Frühling erstmals Nachwuchskontrollen der Jungbäume durchgeführt – die Resultate sind erfreulich laut einer Mitteilung des Zuger Patentjägervereins.

27 Stück Rotwild sollen in den kommenden 15 Tagen erlegt werden. Jagdbar sind männliche Tiere sowie Schmaltiere, das sind Weibchen im zweiten Lebensjahr und nicht trächtige Hirschkühe. Zur zusätzlichen Regulierung dürfen ab dem 19. September auch Kälber gejagt werden. Als Abschussziel wurde die Anzahl erlegter Tiere vom letzten Herbst übernommen. Die 27 Stück stellen nämlich bis anhin die grösste sogenannte «Strecke» im Kanton Zug dar.

Die stärksten Bewohner des lokalen Waldes

«Die Jagd auf das scheue und intelligente Rotwild ist sehr anspruchsvoll», sagt Urs Schmid, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Zuger Kantonalen Patentjägervereins. Die männlichen Tiere können bis zu 180 Kilogramm schwer werden. Geschossen werden sie mit einer «Büchse», einer Kugelwaffe, bei der ein Kaliber von mindestens 7 Millimeter Durchmesser abgefeuert wird. Die Rothirsche sind die stärksten Bewohner des lokalen Waldes. So würden sie ohne Eingriff der Jägerschaft die anderen Arten, wie zum Beispiel das Rehwild, verdrängen. Die vermehrte Nutzung des Waldes für Freizeitaktivitäten erschwert die Jagd auf die Tiere. Durch den zusätzlichen Jagdtag soll der dadurch vermehrt aufkommende Jagddruck auf den Jäger vermindert werden. «Wenn sich der zusätzliche Jagdtag bewährt, werden wir sehen, was die Zukunft bringt», sagt Schmid.

In der Vergangenheit lebten Rothirsche auch im offenen Gelände, also auf Wiesen und Feldern. Heute sind die Tiere unter anderem wegen der starken Verbauung fast vollständig auf den Lebensraum Wald angewiesen. Folglich werden Kontrollen der Jungbäume, die sonst ausschliesslich in Bergregionen durchgeführt wurden, auch im Talgebiet nötig. Bei den Stichproben wurde jedoch eine Reduktion der Verbiss-Intensität festgestellt. «Wenn die Bäume mehr beschädigt werden, meinen die Leute, man müsse mehr Tiere schiessen. Man darf aber nicht vergessen, dass der Lebensraum der Tiere kleiner wird» erklärt Schmid.

Am besten trockenes und kaltes Wetter

Auf die Frage nach den idealen Bedingungen für die bevorstehende Saison antwortet der Jäger: «Das Wetter soll nicht allzu schön sein, ideal wäre trockenes und kaltes Wetter. Doch das Jagen ist eine Glücksache. Man kann es nicht voraussagen.»

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