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ZUG: Barbara Gysel will Stadtpräsidentin werden

Kantons- und Gemeinderätin Barbara Gysel tritt für die SP der Stadt Zug als Stadtratskandidatin an, verteidigt das Präsidium von Dolfi Müller und setzt eine lange Tradition fort.
Barbara Gysel, Stadtratskandidatin: «Die SP ist seit 100 Jahren immer im Stadtrat vertreten.» (Bild: PD)

Barbara Gysel, Stadtratskandidatin: «Die SP ist seit 100 Jahren immer im Stadtrat vertreten.» (Bild: PD)

Mit grosser Spannung wurde die gestrige Nominationsversammlung der städtischen SP in der Burg Zug erwartet. Dies vor allem von der Politkonkurrenz, die mit André Wicki (SVP), Vroni Straub (CSP), Karl Kobelt (FDP) und Urs Raschle (CVP) den zurücktretenden Dolfi Müller (SP) als Stadtpräsidenten beerben wollen.

Jetzt ist klar: Auch die SP schickt einen Kandidaten für das Präsidium ins Rennen. Wenig überraschend handelt es sich dabei mit Barbara Gysel um eine Frau. Denn wie im Vorfeld zu hören war, standen sie und SP-Stadt-Zug-Präsidentin Karin Hägi, die gestern durch die Nominationsversammlung führte, an der Spitze des Kandidatenfelds für einen Stadtratssitz.

Hägi wies zu Beginn der Versammlung, bei der rund 20 SP-Mitglieder teilnahmen, auf das Majorzwahlsystem hin, bei dem die Person und nicht die Partei im Vordergrund stehe. Obwohl auch diesmal eine Wahlvereinbarung mit der ALG und der CSP eingangen worden sei, setze die Partei auf einen eigenständigen Wahlkampf. Hägi betonte: «Das Ziel der SP sind zwei linke Stadtratssitze und das Präsidium.» Sie erläuterte: «Darum haben wir uns für eine Einerkandidatur entschieden. Wir wollen unsere Kräfte bündeln.» Sie hätten in der Wahlgruppe ausgiebig darüber diskutiert, ob Gysel auch für das Amt des Stadtpräsidenten kandidieren solle, führte Hägi aus, die zusammen mit Gysel, Alexandra Arnold und Rupan Sivaganesan diese Wahlgruppe bildet. «Wir kamen zum Schluss, dass die Presse sich wohl auf die Kandidaten für das Stadtpräsidium konzentriert», erklärte sie. Und Sivaganesan fügte an: «Und darum wollen wir auch das Präsidium von Dolfi Müller verteidigen.»

«Sie liebt die Natur, mag Tiere und Menschen»

Barbara Gysel sei 100 Prozent SP, attestierte Hägi ihrer Kollegin und sagte: «Sie hat kein Auto und kennt dafür wohl fast das ganze ÖV-Netz auswendig. Sie liebe gutes Essen, es müsse aber vegetarisch sein. «Und sie liebt die Natur, mag Tiere und Menschen.»

Die Themen seien heute wie früher gleich, sagte Gysel und zeigte alte Wahlinserate – zum Beispiel eines mit Dolfi Müller (mit vollem Haar und Bart), der sich vor Jahrzehnten dafür einsetzte, «dass es neben Wirtschaftsräumen auch noch Lebensräume gibt». Seit 100 Jahren, nur mit einem kleinen Unterbruch, sei die SP immer im Stadtrat vertreten, sagte Gysel und beschwor die Versammlung mit den Worten: «Und das soll auch in Zukunft so bleiben.» Im städtischen Zug müsse ein Sitz der SP gehören, sagte auch Stadtpräsident Dolfi Müller, der Gysel für ihren Einsatz dankte und bekannte: «Ich bin mehr Stadtrat als Parteimitglied und freue mich auf den nötigen und in Angriff genommenen Generationenwechsel.» Die SP nominierte zudem die GGR- und Kantonsratskandidaten, bei denen mit Barbara Stäheli nur eine «Bisherige» fehlt.

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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