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ZUG: Bauherrschaft nimmt einen neuen Anlauf

Die Unterlagen der Überbauung Mülimatt in Oberwil liegen derzeit im Baudepartement der Stadt Zug öffentlich auf - bereits zum zweiten Mal. Grund für die Zusatzschlaufe ist ein Urteil des Verwaltungsgerichtes bezüglich der Ausnützungsziffer.
Marco Morosoli
Hier sollen fünf Mehrfamilienhäuser entstehen. (Bild: Stefan Kaiser (26. Januar 2018))

Hier sollen fünf Mehrfamilienhäuser entstehen. (Bild: Stefan Kaiser (26. Januar 2018))

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Die nächste Wiese in Oberwil verschwindet bald. Ende Dezember hat der Verein Barmherzige Brüder vom Maria Hilf sein revidiertes Baugesuch eingereicht. Die Anpassungen sind nötig geworden, da das Zuger Verwaltungsgericht in einem Urteil vom 30. Mai 2017 die erteilte Baubewilligung kassiert hat. Das Gericht rügte, dass die zugestandene Ausnützungsziffer gleich in zweierlei Hinsicht gesetzeswidrig sei. Die Richter haben dabei ihre Sichtweise detailreich begründet, umfasst doch das Urteil 59 Seiten.

Es werden auf dem Gelände, welches unterhalb der Klinik Zugersee liegt, fünf Mehrfamilienhäuser erstellt. In zwei grösseren Bauten mit drei respektive vier Stockwerken sind insgesamt 35 Wohnungen geplant. Die Projektkosten für diese Mehrfamilienhäuser sind in der Baueingabe mit rund 17,7 Millionen Franken ausgewiesen. Die dort vorgesehenen Wohnungen werden vermietet. Die grösste Wohneinheit verfügt über 4,5 Zimmer.

Farbe der Häuser ist dunkler als beim ersten Projekt

Zur Überbauung gehören auch noch drei kleinere Häuser mit je acht Wohnungen. Die Projektkosten dieser Gebäude sind mit rund 16,3 Millionen Franken angegeben. Die Wohnungen in diesen drei zur Überbauung Mülimatt gehörenden Häusern sind zwischen 3,5 und 5,5 Zimmern gross. Laut dem Baubeschrieb werden diese verkauft.

Die Überbauung kommt auf einer Fläche zu stehen, die der Kanton respektive die Stadt Zug 2009 von der Landwirtschaftszone in eine Wohnzone aufgewertet haben. Diese Bauzone ist in die vom Kanton Zug geschaffene Zone für preisgünstigen Wohnungsbau überlagert.

Im Gegensatz zum ersten, gescheiterten Projekt haben die Architekten Baumann Roserens aus Zürich neue Farben für die Gebäudehülle gewählt. Statt eines Weisstons sollen die Häuser nun etwas dunkler gestaltet werden. Dadurch passen sie sich der Umgebung besser an.

Auf den Dächern werden Sonnenkollektoren verbaut

Auf den leicht geneigten Dächern sollen Sonnenkollektoren verbaut werden. Die dadurch gewonnene Energie soll für die Warmwasseraufbereitung genutzt werden. Zur Wärmeerzeugung kommt aber auch Gas zum Einsatz. Die Bauherrschaft scheint ebenfalls viel Wert auf die Gestaltung der Aussenräume zu legen. Es sollen viele Bäume gepflanzt werden. Dabei setzt das Planerteam nicht auf eine Gattung, sondern will Feldahorne, Hainbuchen und Stieleichen aufstellen. Zum Teil sollen auch bereits auf dem Grundstück stehende Bäume weiterhin Verwendung finden. Ebenfalls soll der Uferbereich des Mülibachs aufgewertet werden. Es ist «eine artenreiche Heckenstruktur mit einheimischem Wildgehölz» vorgesehen. Zudem soll es dereinst auch möglich sein, dem besagten Fliessgewässer entlang zu laufen. Dieser Fussweg ist aber nicht nur den Bewohnern der Überbauung vorbehalten, sondern soll auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Läuft alles nach Plan, könnte im August mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Bauzeit wird mit rund zwei Jahren veranschlagt. Für die Ausführung zeichnet die Firma Anliker in Emmenbrücke verantwortlich. Dieses Unternehmen hat im Kanton Zug zum Beispiel die Bossard-Arena und das Uptown sowie die Überbauung Schutzengel errichtet.

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