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ZUG: Bebauungsplan Hertizentrum: Ringen um Parkplätze und Güsel

Die Änderung des Bebauungsplans Hertizentrum ist gestern in erster Lesung durchberaten worden. Bis zur zweiten Lesung wartet aber noch viel Arbeit auf den Stadtrat.
Charly Keiser
Das in die Jahre gekommene Hertizentrum soll erweitert werden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. März 2017))

Das in die Jahre gekommene Hertizentrum soll erweitert werden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. März 2017))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Mit einem neuen Bebauungsplan sowie Änderungen des Zonenplans und der Bauordnung soll das Hertizentrum tüchtig erweitert und verdichtet werden. Über 45'000 Quadratmeter zusätz­liche Nutzfläche sollen dort dereinst entstehen.

Die Migros, die das Einkaufszentrum betreibt, will dieses modernisieren und vergrössern, und die Grundstückeigentümerin Korporation Zug will das Einkaufszentrum ausbauen sowie neue Wohnungen – unter anderem preisgünstige – und Alterswohnungen erstellen. Gestern Nachmittag beugte sich der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) in erster Lesung über besagte Neuerungen und Änderungen. Der «grosse Brocken», wie das Geschäft im Vorfeld immer wieder genannt wurde, war nach rund anderthalb Stunden durchberaten. Und dies, obwohl während der Debatte höchst emotional um Parkplätze und an deren Ende auch tüchtig um die Entsorgung gerungen wurde.

Bevor der Kampf um Auto-, Töff- und Veloparkplätze entbrannte, sprachen sich Bauchef André Wicki wie auch alle Redner der Kommissionen und Parteien zu Gunsten des «grossen Brockens» aus. Wicki betonte: «Das Hertizentrum war einst einmalig in seiner Kombination mit Wohnungen, Altersheim und Pflegeheim mit einem Einkaufszentrum. Es ist super zentral, bestens mit dem ÖV erschlossen, in Seenähe, bei der Sportmeile und nahe dem Bahnhof.» Das Einkaufszentrum habe aber an Attraktivität verloren. Eine Modernisierung und eine Erweiterung seien darum dringend nötig.

Kampf gegen Autos

Stefan Hodel begann den Kampf «gegen die Autos» für die Alternative-CSP mit dem Antrag, die Zufahrt zum Parkhaus zu verlegen. Die Linken scheiterten aber mit 12 zu 21 Stimmen. Ja sagte der Rat hingegen zu einem Verkehrsgutachten, das der Stadtrat auf die zweite Lesung hin beibringen muss und das aufzeigen soll, wie Velofahrer und Fussgänger sicher in das Zentrum, in die Schule und an den See gelangen.

Wie grosse Tixi-Fahrzeuge oberirdisch platziert werden können, muss der Stadtrat ebenfalls aufzeigen – einen entsprechenden Antrag stellte Monika Ma­thers (Alternative). Ihr Parteikollege Stefan Hodel verlangte im Namen seiner Fraktion, dass statt total 850 nur 770 Parkplätze im Hertizentrum erstellt werden dürften. Der GGR stellte sich aber mit 25 zu 9 Stimmen deutlich hinter die Version des Stadtrats. Noch deutlicher endete die Abstimmung zu den Parkplätzen für die Kunden und Besucher des Zentrums. Nur 4 Stimmen totalisierte nämlich Hodels Antrag, mit dem er deren Zahl von 390 auf 310 reduzieren wollte.

Richtig spannend wurde es um den Antrag der SVP, in dem Jürg Messmer die Streichung der Ziffer verlangte, im Parkhaus Süd mindestens 40 Abstellplätze und im Parkhaus Nord mindestens 50 Abstellplätze für Motorfahrräder erstellen zu müssen. Diese hätten zu Lasten von Autoabstellplätzen gehen sollen. Der Rat stimmte dem SVP-Antrag mit 16 zu 15 Stimmen zu und verwarf danach den Rückkommensantrag von Urs Bertschi (SP) mit 25 zu 9 Stimmen.

Entscheidung in der zweiten Lesung

Trotz dem Ja von 17 zu 15 Stimmen für den Änderungsantrag der Bau- und Planungskommission (BPK) zur Entsorgung ist bezüglich des Güsels noch nicht das letzte Wort gesprochen. Denn vor der Abstimmung und nach einer längeren emotionalen Diskussion herrschte nämlich die Übereinstimmung, dass sich Stadtrat und BPK auf die zweite Lesung des Geschäfts hin noch einmal der entsprechenden Ziffer annehmen müssen.

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