ZUG: Bei der Polizei haben sich «Knackis» eingeschlichen

Eine ungewöhnliche Mailadresse erschien am Mittwoch auf der Homepage der Zuger Polizei. War es ein Versehen?

Andreas Faessler
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Dieser Eintrag war am Mittwoch auf der Homepage der Zuger Polizei zu finden. (Bild: Screenshot)

Dieser Eintrag war am Mittwoch auf der Homepage der Zuger Polizei zu finden. (Bild: Screenshot)

«info.knackis@zg.ch» war am Mittwoch unter den Kontaktdaten der Zuger Polizei auf deren Homepage zu lesen. Anstelle des Adressteils «polizei» erschien das umgangssprachliche Synonym für Verbrecher. Bei der Stelle, die für die Organisation und den Unterhalt des kantonalen Internetauftritts zuständig ist, zeigte man sich sehr überrascht nach dem Hinweis auf den «Missstand».

«Da hat wohl jemand Humor gehabt», meinte eine IT-Mitarbeiterin und nahm sich der Sache sofort an. Sie konnte sich die Angelegenheit nicht erklären, schloss aber einen allfälligen Hacker-Angriff auf den offiziellen Internetauftritt des Kantons Zug aus. «Die Sicherheit unseres Internetauftritts wird sehr gross geschrieben», betont sie nachdrücklich. Polizeisprecher Marcel Schlatter seinerseits mutmasst, dass möglicherweise eine Testseite versehentlich aufgeschaltet worden sei. «Oder vielleicht hatte jemand die korrekte Mailadresse grad nicht präsent», meint er und nimmts mit Humor. Von einer internen Untersuchung sehe die Polizei ab. Dass es sich in diesem Fall kaum um einen Hacker-Angriff handle, bestätigt auch ein unabhängiger IT-Fachmann auf Anfrage. «Ein Hacker würde die Seite auf ganz andere Art manipulieren.»