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ZUG: Bei Kinderbetreuung besteht mit Ausbaupotenzial

Über den ganzen Kanton gesehen, hat sich das Angebot an Krippen, Tagesfamilien und schulergänzender Betreuung stark entwickelt. Trotzdem hinkt das Angebot noch immer der Nachfrage nach.
Zoe Gwerder
In einer Zuger Kinderkrippe wurden die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten. (Bild: Keystone)

In einer Zuger Kinderkrippe wurden die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten. (Bild: Keystone)

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

Im Kanton Zug hat die Zahl der Kinder, die ausserhalb der Familie betreut werden, in den letzten 12 Jahren stark zugenommen – sie hat sich gar verdreifacht. Gemäss der neusten Erhebung des Kantons wurden im Mai dieses Jahres über 6000 Kinder in Kinderkrippen, schulergänzenden Betreuungsangeboten oder Tagesfamilien betreut. Im Jahr 2005 waren es noch etwas weniger als 2000 Kinder, wie der Monitoring­bericht 2017 zeigt.

Die Betreuungsquote, also das Verhältnis betreuter Kinder gemessen an allen Kindern, liegt über den ganzen Kanton gemessen bei 38 Prozent. Die Gemeinden unterscheiden sich in diesem Punkt aber deutlich. So haben Baar, Zug, Rotkreuz, Cham und Steinhausen die höchsten Betreuungsquoten. Mit 51 Prozent liegt Baar hier an der Spitze. Neuheim und Oberägeri liegen mit 10 und 15 Prozent am Ende der Skala. Wobei hier Gemeinden, in deren Krippen viele Kinder aus anderen Gemeinden betreut werden – wie dies beispielsweise in Risch, Baar oder Zug der Fall sein wird –, in Wirklichkeit wohl tiefere Betreuungsquoten haben.

Ebenfalls deutlich gestiegen sind die Ausgaben, welche die Gemeinden für ihre Betreuungsstrukturen investieren. Von 6 Millionen 2005 auf 13,5 Millionen Franken. Auch hier sind die Unterschiede zwischen den Gemeinden gross. Zumindest bei den Ausgaben im vergangenen Jahr. Bei den Kinderkrippen gibt Hünenberg mit fast 7900 Franken mit Abstand am meisten aus pro Kind. Gefolgt von Zug mit rund 4800 Franken. Darin enthalten sind sämtliche Kosten, von der Infrastruktur- über Verwaltungskosten bis zu den Subventionsgeldern. Zuhinterst sind Neuheim und Walchwil, wo es keine Krippen gibt. Gefolgt von Unterägeri und Steinhausen mit rund 260 Franken und 610 Franken pro betreutes Kind.

«Damit ist der Kanton Zug in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie einen Schritt weiter, aber noch nicht am Ziel», resümiert die zuständige Regierungsrätin, Frau Landammann Manuela Weichelt-Picard, und erklärt: «Die Angebote entsprechen noch nicht dem Bedarf und die Elternbeiträge sind zu hoch.» Wie Weichelt festhält, ist ein Ausbau bei den Mittagstischen, Tagesschulen und Babyplätzen in den Kinderkrippen notwendig.

Gemeinden sind in der Pflicht

Dass der Kanton hier aktiv wird, ist wohl nicht zu erwarten. Gemäss Weichelt ist aktuell keine entsprechende Vorlage aus der Direktion des Innern vorgesehen. «Der Anstoss zu einer solchen Vorlage müsste aus dem Parlament oder dem Volk kommen.» Regierungsrätin Weichelt ist der Meinung, dass auch die Direktbetroffenen – also die Eltern – ihren Bedarf klar äussern müssen. Mit Vorstössen und Schreiben an die zuständigen Stellen in den Gemeinden. Was hingegen von Seiten Kanton kommt, sei ein Erinnerungsschreiben an die Gemeinden. Dieses betrifft das neue Bundesgesetz, welches ab Juli 2018 in Kraft tritt und Gelder an Gemeinden vorsieht, die ihre familienergänzende Betreuung noch mehr dem Bedürfnis und finanziellen Möglichkeiten der Eltern anpasst. «Nicht nur die Kosten der Betreuung sind ein Thema, sondern auch deren Öffnungszeiten», erklärt Weichelt.

Hinweis

Die ganze Studie unter:

www.zg.ch/gesellschaft

«Nicht nur die Kosten der Betreuung sind ein Thema, sondern auch deren Öffnungszeiten.» Manuela Weichelt-Picard, Regierungsrätin. (Bild: Stefan Kaiser (Zuger Zeitung) (Zuger Zeitung))

«Nicht nur die Kosten der Betreuung sind ein Thema, sondern auch deren Öffnungszeiten.» Manuela Weichelt-Picard, Regierungsrätin. (Bild: Stefan Kaiser (Zuger Zeitung) (Zuger Zeitung))

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