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ZUG: Beim Güterbahnhof ist ein temporäres Gastroprojekt geplant

Acht Monate lang soll eine Art grosser Bio-Take-away am südlichen Ende des Güterbahnhofs auf Jagd nach Essern gehen. Die Ziele der Macher sind hoch – vor allem auch in Sachen Nachhaltigkeit.
Gleich neben dem Gleis 1 und am südlichen Ende des Güterbahnhofs soll das «Dörfli» entstehen. Bild: Visualisierung PD

Gleich neben dem Gleis 1 und am südlichen Ende des Güterbahnhofs soll das «Dörfli» entstehen. Bild: Visualisierung PD

Charly Keiser

<u><font color="#0066cc">charly.keiser@zugerzeitung.ch</font></u>

Ab dem 1. Mai und bis Ende Januar 2019 soll auf dem SBB-Areal «Kirschloh» in Zug ein «Dörfli» zu stehen kommen. Kirschloh heisst das südliche Ende des Güterbahnhofs. Dort ist die Rampe, über welche Güterwagen mit besonders schwerer Last beladen werden können.

Gemäss Konzept, das unserer Zeitung vorliegt, soll dieses Dörfli auf 1300 Quadratmeter «Gastronomie und Erlebnis» bieten. Die Erwartungen der Macher sind beachtlich, wie aus der Vision des Konzepts hervorgeht: «Wir werden zum Koch-Kanton Zug und setzen mit einer nachhaltigen gesunden Stadt und ihrer Bevölkerung ein Zeichen für die ganze Schweiz», heisst es da. Dank Spitzenkoch André Jaeger soll im «Dörfli» auf höchstem Niveau gekocht werden.

400 bis 600 Mittagessen

Ambitioniert sind die Organisatoren auch in Sachen Zahlen. So hoffen sie auf zirka 400 bis 600 Gäste am Mittag, 200 Gäste nach der Nachmittagsarbeitszeit und 300 Besucher und Gäste am Samstag. «Wir haben nicht einfach ein normales Gastrokonzept», sagt Initiant Stephan Würth und erklärt: «Wir integrieren die ganze Wertschöpfungskette über unsere Informatikplattform. Gast, Gastronom, Lieferant und Produzent.» Was die Leute letztlich bei ihnen essen würden, soll zuvor nachhaltig und regional produziert sowie saisongerecht und gesund gekocht worden sein. «Und je nach Tageszeit kann der Preis variieren», erklärt Würth. «Wenn jemand sein Menü schon um 11 Uhr abholt, wird es ihn zum Beispiel weniger kosten als um 12 Uhr. So wollen wir erreichen, dass unsere Auslastung zwischen 11 und 14 Uhr optimal ist und vermieden wird, dass zu einer gewissen Zeit alle Kunden auf einmal ihr Mittagessen haben wollen.» Und die Menüs würden in biologisch abbaubaren Behältnissen abgegeben, betont Würth.

Per App bestellen und zahlen

Das Dörfli ist eigentlich ein grosser Bio-Take-away. Der Kern des Konzepts ist die Informatik und dort im Speziellen eine App. Mit dieser App können die Kunden das «einfache, gesunde, regionale und saisonale Bio-Mittags-Menü» bestellen und bezahlen.

Ist der Verkauf von 600 bis 1000 Menüs pro Tag nicht zu hoch gerechnet, und steigt da nicht die ganze Gastroszene der Stadt auf die Palme? «Wir konkurrenzieren die traditionellen Restaurants Zugs in keiner Art uns Weise», sagt Würth. «Unsere Konkurrenz sind jene Ketten, die ungesundes Essen unter die Leute bringen. Wir wollen einen Beitrag zur gesunden und nachhaltigen Ernährung der Leute leisten – auch der jungen.»

Wie konkret ist das Projekt? «Uns fehlen noch zwei bis drei grosse Sponsoren, damit wir starten können», antwortet Würth. Mit dem Geld müssten die Initialkosten für das Dörfli gedeckt werden. Anfänglich sei alles viel kleiner geplant gewesen. Doch die SBB hätten auf eine umfangreichere und auch schönere Ausgabe gepocht. «Wir haben bereits eine Anfrage von der SBB Lausanne, ob wir das Konzept auch dort realisieren können.»

Und warum ist das Dörfli nur temporär? «Die SBB braucht das Areal ab Anfang Februar 2019. Womöglich können wir es dann ennet den Geleisen und ebenfalls auf SBB-Grund zügeln.» Noch würden diesbezüglich Abklärungen vorgenommen. «Klar ist, dass das Ding ab dem 1. Mai fliegt, wenn ich die Sponsoren zusammenbekomme.»

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