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ZUG: Beratungsstelle für ältere Personen ist in der Schwebe

Aus dem im letzten Jahr geplanten Pilotversuch für eine Beratungs- und Koordinationsstelle für ältere Leute ist bislang nichts geworden. Das könnte sich aber bald ändern.
Charly Keiser
Urs Raschle, Zuger Stadtrat (CVP). (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)

Urs Raschle, Zuger Stadtrat (CVP). (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)

Im Mai 2016 hat die Stadt Zug ein Versuchsprojekt ausgeschrieben. Bis im Juli sollten Institutionen eine Offerte für eine externe Beratungs- und Koordinationsstelle einreichen, die explizit ältere Leute professionell beraten soll.

«Ein möglichst zentraler Ort ist sicher von Vorteil – zumal es auch denkbar ist, dass sich andere Gemeinden oder auch der Kanton in irgendeiner Form anhängen», sagte damals der zuständige Stadtrat Urs Raschle.

«Ein laufender Prozess»

Doch aus dem Pilotprojekt ist bislang nicht geworden. «Es handelt sich um einen laufenden Prozess», antwortet Raschle auf Nachfrage. Zwar seien damals wie erwartet und gehofft Offerten eingetroffen, sagt er und fügt an: «Aber die waren zu hoch.» Es habe sich herausgestellt, dass die Gemeinden sehr unterschiedliche Voraussetzungen und Bedürfnisse haben, ergänzt der Vorsteher des Departements Soziales, Umwelt, Sicherheit (SUS). «An der letzten Sitzung der Konferenz der gemeindlichen Sozialvorsteherinnen und Sozialvorsteher (Sovoko) wurde entschieden, nochmals eine Offerte für verschiedene Gemeinden bei der Pro Senectute zu verlangen», verrät Raschle. Sobald diese vorliege, werde – wieder in der Sovoko – das weitere Vorgehen entschieden. «Obwohl wir inzwischen der Meinung sind, dass wir die Koordination- und Beratung ‹inhouse› am effektivsten leisten können, sind wir auf die Antwort der Pro Senectute gespannt.»

Der Stadtrat wolle diese neue Koordinationsstelle noch immer, betont Raschle, darum würden auch weitere Möglichkeiten geprüft.

Kantonale Lösung eher unwahrscheinlich

Ist damit eine kantonale Lösung vom Tisch? «Das kann man abschliessend so nicht sagen», antwortet Urs Raschle. «Aber es sieht tatsächlich so aus, dass es wohl eher Lösungen in den Gemeinden geben wird.» So hätten einige Gemeinden bereits eine Stelle beziehungsweise Leute, die für die Anliegen der älteren Leute zuständig seien, präzisiert er. Andere böten hingegen diesbezüglich nichts an.

Es war geplant, das Versuchsprojekt 2017 zu starten und bis Anfang Juli 2019 zu befristen. Leistung und Betrieb der Beratungs- und Koordinationsstelle sollten auf der Basis einer Leistungsvereinbarung geregelt werden. Die Stadt behalte sich vor, dem Zuschlagsempfänger im freihändigen Vergabeverfahren einen Nachfolgeauftrag zu erteilen, sagte Raschle im letzten Jahr.

Leistung steigern und Geld sparen

Bislang gibt es in der Stadt Zug einen Fachbereich Alter und Gesundheit. Dabei handle es sich um eine Kleinstabteilung, die zu den sozialen Diensten gehört. «Mit dem neuen Altersleitbild wollten wir den Versuch starten, die Beratung auszulagern, so die Leistung zu steigern und erst noch Geld zu sparen», sagte Raschle 2016.

Nach den Vorteilen einer externen Beratung gefragt, antwortete er damals: «Das Nutzen von Synergien.» Es gebe bereits verschiedene Organisationen, die ähnliche Dienstleistungen wie diejenige der Stadt anbieten würden und deshalb stärker oder gleich ganz in die Beratungs-, Koordinations- und Vermittlungsarbeit eingezogen werden sollten und könnten. «Warum soll diese Aufgabe der Staat machen, wenn sie von privaten Institutionen gleich gut oder sogar besser wahrgenommen werden kann?», fragte Raschle.

Wichtig sei, dass der Anbieter neutral sei und keinen Profit aus irgendwelchen Empfehlungen ziehe. «So kann die Beratungsstelle umfassend und frei informieren. Ebenfalls sehr wichtig sei die nötige Kompetenz der neuen Anlaufstelle. Und regelmässige Öffnungszeiten seien ebenfalls unbedingt notwendig, ergänzte Raschle damals.

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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